Alt und schwerbehindert? 80 Prozent der Menschen mit Behinderung sind in NRW über 54 Jahre alt

Düsseldorf - Am 3. Dezember ist Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung.

Im Alter lassen oft die Knochen und Gelenke nach, und man ist auf Gehhilfen oder sogar einen Rollstuhl angewiesen. (Symbolbild)
Im Alter lassen oft die Knochen und Gelenke nach, und man ist auf Gehhilfen oder sogar einen Rollstuhl angewiesen. (Symbolbild)  © Philipp Schulze/dpa

Laut dem Statistischen Landesamt NRW lebten 2021 rund 1,92 Millionen Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Das sind somit 0,5 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor.

Dabei sind 80 Prozent der schwerbehinderten Menschen über 54 Jahre alt. Besonders auffällig sind die Unterschiede bezüglich Alter und Art der Behinderung: knapp die Hälfte der Menschen mit einer geistig-seelischen Behinderung sind jünger als 55 Jahre, während körperlich schwerbehinderte Menschen unter 55 nur einen Anteil von 13 Prozent ausmachten.

Eine körperliche Behinderung machte jedoch insgesamt 51 Prozent aller Schwerbehinderungen in NRW aus. Bei 11,4 Prozent lag dagegen eine geistig-seelische Behinderung vor.

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Die Skala der Schwerbehinderung reicht von 10 bis 100, aber erst ab einem Grad von 50 liegt eine Schwerbehinderung vor. Um als schwerbehindert zu gelten, muss sich diese Beeinträchtigung in allen Lebenslagen über mehr als sechs Monate zeigen.

Somit kann es gut sein, dass vor allem Seniorinnen und Senioren mit altersbedingten körperlichen Beeinträchtigungen sich bei den Ämtern als schwerbehindert einstufen lassen, was im Umkehrschluss das durchschnittliche Alter deutlich hebt.

Geistig-seelische Behinderungen auf der anderen Seite liegen oft seit der Geburt vor und machen dementsprechend einen größeren Teil der jüngeren Bevölkerung aus.

Titelfoto: Montage: Philipp Schulze/dpa

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