Warnstreiks in NRW-Städten: Nahverkehr und Kinderbetreuung lahmgelegt

Düsseldorf - In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens müssen Pendler und Schüler am Donnerstag voraussichtlich auf Bus und Straßenbahn verzichten.

Größere Demonstrationen und Kundgebungen sind in Dortmund, Köln, Düsseldorf und Aachen geplant. (Symbolbild)
Größere Demonstrationen und Kundgebungen sind in Dortmund, Köln, Düsseldorf und Aachen geplant. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Grund ist ein Warnstreikaufruf der Gewerkschaften Verdi und Komba. Mit den Arbeitsniederlegungen wollen sie ihren Forderungen im laufenden Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen Nachdruck verleihen.

Betroffen sind laut Verdi auch Stadtverwaltungen, Kitas, Müllentsorgungsbetriebe und Kliniken. Die Gewerkschaft rechnet mit landesweit mehreren Tausend Teilnehmern. Größere Demonstrationen und Kundgebungen sind in Dortmund, Köln, Düsseldorf und Aachen geplant.

Die Ausstände dürften deutliche Auswirkungen auf den Bus- und Straßenbahnverkehr einiger Städte haben. Im städtischen Nahverkehr sind laut Verdi Warnstreiks in Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Oberhausen, Remscheid, Solingen und Wuppertal geplant. Während der Ausstand in Dortmund nach einem Tag wieder beendet werden soll, soll er in Düsseldorf und Wuppertal zwei Tage dauern.

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In der aktuellen Tarifrunde fordern Verdi und der Beamtenbund dbb 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.

Davon entfallen laut Verdi rund 640.000 auf NRW. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist für den 22. und 23. Februar in Potsdam geplant.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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