Drei Segler in Lebensgefahr: Retter geraten bei Bergung in heikle Lage
Langeoog - Auf der Nordsee sind am Dienstagmorgen drei Segler in Seenot geraten. Die Männer kamen in einer Brandungszone fest.
Gegen 5.15 Uhr setzte die Crew einen "Mayday"-Ruf ab, das Signal für unmittelbare Lebensgefahr, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.
Die rund elf Meter lange Yacht war nördlich der Ostfriesischen Inseln am Rand des Fahrwassers festgekommen. Aus eigener Kraft konnten sich die Segler aus Polen, Russland und der Ukraine nicht mehr befreien.
Nach Angaben der DGzRS befand sich die Besatzung auf einer Überführungsfahrt von Dänemark nach Spanien. Da sie Probleme mit der Maschine hatten, steuerten sie den Hafen von Langeoog an.
Dabei gerieten die Segler bei vier bis fünf Windstärken und bis zu anderthalb Meter hohen Wellen in eine brisante Lage. Die Brandung hob das polnische Boot immer wieder an und ließ den Rumpf auf den harten Grund fallen.
Zudem bestand bei ablaufendem Wasser die Gefahr, dass das Boot auf die Seite kippt und kentert.
Rettung im dritten Anlauf
Die Rettungsleitstelle See alarmierte umgehend die Stationen Norderney, Baltrum und Langeoog. Als Erste trafen die Retter der Station Langeoog ein. Bei der Bergung mussten sich die Einsatzkräfte selbst in eine heikle Lage begeben.
Durch die schwierigen Bedingungen bestand die Gefahr, dass das Rettungsboot selbst aufläuft. Erst im dritten Anlauf gelang es den Rettern in der Dunkelheit schließlich, eine Leinenverbindung herzustellen.
Anschließend schleppten sie den Havaristen frei. Da Schäden durch den Grundkontakt nicht ausgeschlossen werden konnten, begleitete das Seenotrettungsboot "Woltera" den Schleppverband bis in ruhigeres Fahrwasser.
Die freiwilligen Seenotretter brachten die Yacht samt Besatzung schließlich nach Langeoog.
"Die drei Segler waren unverletzt, aber froh, wieder im sicheren Hafen zu sein", wird der freiwillige Retter Sven Klette in der Mitteilung zitiert.
Titelfoto: Die Seenotretter – DGzRS

