Juist - Notfall auf der Nordsee: Zwei Seekajakfahrer gerieten in der Brandung vor der Insel Juist (Niedersachsen) in Seenot. Einer von ihnen schaffte es nicht aus eigener Kraft wieder an den Strand, da er stark seekrank war.
Gegen 12.15 Uhr alarmierte einer der Kajakfahrer den Not- und Anrufkanal der Seenotretter, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.
Zu der Zeit befanden sich die beiden Wassersportler ungefähr in Höhe der Juister Ostbake.
Der Seenotrettungskreuzer "EUGEN" aus Norderney hörte den Notruf und machte sich sofort auf den Weg dorthin. Gleichzeitig nahm ein Rettungshubschrauber der Seenotretter Kurs auf die Kajakfahrer.
Als die "EUGEN" am Unfallort eintraf, hatte die Besatzung des Rettungshubschraubers die Wassersportler bereits entdeckt und zog sie mit seiner Rettungswinde hinauf.
Kurz darauf wurden die beiden Kajakfahrer am Strand von Juist abgesetzt. Dort warteten bereits Rettungsdienstkräfte auf sie und übernahmen die weitere Versorgung.
Ein Dutzend Kajakfahrer auf der Nordsee unterwegs
Währenddessen bargen die Seenotretter die beiden Kajaks. In der Zwischenzeit wurde noch eine Notlage gemeldet: Fünf bis sieben weitere Seekajakfahrer sollten sich im Bereich einer nahen Sandbank aufhalten. Dieser Fall bestätigte sich vor Ort zum Glück nicht.
Andere Kajakfahrer hatten diese Gruppe bereits sicher an Land geleitet. Insgesamt sollen etwa ein Dutzend Personen mit Seekajaks vor Juist unterwegs gewesen sein.
Nach der sicheren Rückkehr an Land versorgte der Rettungsdienst die Kajakgruppe gemeinsam mit der Hubschrauber-Crew.
Zur Einsatzzeit herrschten süd- bis südwestliche Winde um vier Beaufort. Vor der Küste betrug die Wassertemperatur 19 Grad.