Lebensgefahr auf der Ostsee! Segelyacht droht zu sinken: Familie mit drei Kindern an Bord
Sassnitz (Rügen) - Heftige Rettungsaktion auf der Ostsee: Am späten Mittwochabend drohte eine Segelyacht vor Rügen wegen starken Wassereinbruchs zu sinken. An Bord befanden sich eine Familie mit drei Kindern sowie der Skipper.
Gegen 20.50 Uhr fing die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio einen schwer verständlichen "Mayday"-Ruf auf. "Mayday" ist der internationale Notruf auf See und signalisiert unmittelbare Lebensgefahr.
Zunächst war die Verständigung schwierig. Die Segelyacht befand sich nahe der Steilküste des Nationalparks Jasmund, wodurch die Kommunikation über Seefunk erschwert wurde. Einige Zeit später gelang es den Seglern schließlich, ihre Lage genauer zu schildern: Aus bislang ungeklärter Ursache drang massiv Seewasser in das Boot ein, wodurch die Yacht zu sinken drohte.
Sofort alarmierte die Rettungsleitstelle einen Seenotrettungskreuzer. Dieser nahm umgehend Kurs auf die havarierte Yacht. Die Segler konnten dem Rettungsboot noch entgegenfahren, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.
Rund zehn Minuten später erreichten die Einsatzkräfte den Havaristen rund 5,5 Kilometer nördlich von Sassnitz.
Seenotretter erreichen Segelyacht auf der Ostsee gerade noch rechtzeitig
Zu diesem Zeitpunkt war die Situation bereits kritisch. Die sechs Menschen an Bord standen bereits bis zu den Schienbeinen im Wasser. So setzten die Seenotretter unter anderem eine leistungsstarke Lenzpumpe ein. Damit konnten sie zumindest so viel Wasser aus der Yacht pumpen, dass sich die Lage nicht weiter verschärfte.
Anschließend nahm das Rettungsboot die schwer beschädigte Segelyacht in Schlepp und brachte sie sicher in den nahen Stadthafen von Sassnitz.
Dort übernahmen Einsatzkräfte der Feuerwehr die weiteren Maßnahmen und halfen dabei, das Boot im Hafen zu sichern.
Alle sechs Menschen an Bord der Yacht, darunter die drei Kinder, blieben durch die schnelle Rettung unverletzt.
Titelfoto: Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS

