Mega-Baustelle in Ostsee offenbar lahmgelegt: Cyberangriff auf Fehmarnbelt-Tunnel

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Puttgarden/Rødbyhavn - Das Konstortium Femern Link Contractors (FLC) ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Dieses ist maßgeblich am Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Dänemark und Deutschland beteiligt. Seit Montag kämpfen die Verantwortlichen offenbar mit den Folgen. 

Der Fehmarnbelt-Tunnel soll die dänische Insel Lolland mit Fehmarn durch die Ostsee verbinden. (Archivfoto)
Der Fehmarnbelt-Tunnel soll die dänische Insel Lolland mit Fehmarn durch die Ostsee verbinden. (Archivfoto)  © Frank Molter/dpa

Den Angriff bestätigte die Fehmarnbelttunnel-Projektgesellschaft Femern nach Angaben der Deutschen Presseagentur.

"Unser Auftragnehmer FLC hat uns darüber informiert, dass er von einem Cyberangriff betroffen ist. Wir stehen hierzu im Austausch mit FLC", so eine Sprecherin der staatlichen dänischen Projektgesellschaft.

Wer die Systeme angegriffen hat und welches Ziel die Täter verfolgen, ist bislang nicht geklärt. Auch, ob der vermeintliche Angriff den Tunnelbau ausbremsen könnte, ist nicht bekannt.

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Der Fehmarnbelt-Tunnel gehört zu den bedeutendsten Infrastrukturvorhaben Europas. Auf einer Länge von rund 18 Kilometern soll er die dänische Insel Lolland mit Fehmarn in Schleswig-Holstein durch die Ostsee verbinden.

Geplant ist ein Bauwerk mit vier Fahrspuren für Autos und Lastwagen sowie zwei Gleisen für die Bahn.

Nach der Fertigstellung soll die Fahrt zwischen den beiden Ländern erheblich schneller werden: Zehn Minuten mit dem Auto, sieben Minuten mit dem Zug. Die schrittweise Inbetriebnahme sei ab 2031 vorgesehen.

Zum genauen Ausmaß des vermeintlichen Angriffs stehe allerdings bislang nur wenig fest. So sei nicht bekannt, ob lediglich die IT-Systeme blockiert wurden oder die Täter auch auf vertrauliche Informationen Zugriff hatten.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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