Mysteriöser Tod vor Dänemark: Riesenhai-Kadaver aus der Ostsee geborgen

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Aalbæk (Dänemark) - Seltener Fund vor der Küste Dänemarks! Am Samstag wurde ein toter Riesenhai in der Ostsee nahe dem Hafen von Aalbæk entdeckt. Sein Tod wirft Fragen auf.

Der tote Riesenhai bringt rund 500 Kilogramm auf die Waage.
Der tote Riesenhai bringt rund 500 Kilogramm auf die Waage.  © Nordsøen Oceanarium

Zwei Tage lang sorgte das große Tier für Aufsehen in Dänemark, jetzt erhoffen sich die dänischen Wissenschaftler zumindest wichtige Erkenntnisse.

Die 500 Kilogramm schwere Riesenhai-Dame wurde am 6. August das erste Mal vor Aalbæk gesichtet und sorgte für staunende Gesichter. Die zweitgrößte Haiart der Welt ist ein äußerst seltener Gast in dänischen Gewässern.

Das Spektakel war aber tragischerweise nur von kurzer Dauer: Am Samstag trieb das Tier etwa einen Kilometer vor der Küste im Meer, teilte das Nordsøen Oceanarium, ein Museum mit Aquarien, mit.

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Mitarbeiter des Nordsøen Oceanarium bargen den knapp fünf Meter langen Riesenhai.

"Wenn ein Tier, wie dieser Riesenhai, leider verendet ist, ist es wichtig, dass wir die Möglichkeit bekommen, es zu untersuchen und Proben für die Forschung aufzubewahren. Auf diese Weise kann der Fund dazu beitragen, unser Wissen über den Riesenhai und sein Leben in den dänischen Gewässern zu erweitern", wird Chefbiologin Kristina Ydesen zitiert.

Bei dem Exemplar handelt es sich den Angaben der Forscher zufolge um ein junges Riesenhai-Weibchen.

Obduktion lässt wichtigste Frage unbeantwortet

Mit 10 bis 15 Jahren war der Riesenhai noch ein Jungtier.
Mit 10 bis 15 Jahren war der Riesenhai noch ein Jungtier.  © Bildmontage: Nordsøen Oceanarium

Am Mittwoch wurde der Kadaver in einer rund vierstündigen Obduktion genauestens untersucht. Besucher des Nordsøen Oceanarium konnten die Arbeiten aus nächster Nähe betrachten.

Die wichtigste Frage blieb aber auch nach der Untersuchung offen: Die Todesursache ist unklar.

Die Obduktion ergab, dass das Tier etwa zehn bis 15 Jahre alt war. Riesenhaie habe eine Lebenserwartung von rund bis zu 50 Jahren.

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Es wurden im Darm und auf der Körperoberfläche zwar Parasiten gefunden, die hätte der Hai aber ohne Weiteres verkraften können.

Auch der Mageninhalt deutete darauf hin, dass das Tier gut genährt war. Mangel an Nahrung käme also auch nicht als Todesursache infrage, heißt es seitens der Wissenschaftler.

Riesenhaie ernähren sich von Plankton und kleinen Organismen, die aus dem Meerwasser gefiltert werden.

Nichtsdestotrotz ziehen die Mitarbeiter des Nordsøen Oceanarium ein positives Fazit:

"Es war ein fantastischer und äußerst lehrreicher Tag. Wir wissen nie, was wir finden werden, wenn wir ein solches Tier öffnen, und heute haben wir keine offensichtliche Todesursache gefunden. Dafür haben wir sehr viel wertvolles Material gewonnen, das nun genauer untersucht werden kann", so Ydesen.

Für die Wissenschaftlerin war es der erste Riesenhai, den sie obduzieren durfte.

Titelfoto: Nordsøen Oceanarium

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