Flensburg - Segelboot ohne Besatzung? Die Seenotretter erreichte am Samstagnachmittag eine beunruhigende Nachricht, worauf sich die Helfer sofort auf den Weg auf die Flensburger Förde (Schleswig-Holstein) machten.
Gegen 14.30 Uhr erreichte die Rettungsleitstelle See ein Mayday-Ruf (ein Signal für unmittelbare Lebensgefahr), teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.
Segler meldeten, dass sie ein führerloses Segelboot auf der Ostsee in der Nähe des Leuchtturms Kalkgrund gesehen hatten. Daraufhin machten sich die Seenotrettungsboote "WERNER KUNTZE" und "URSULA DETTMANN" auf den Weg.
Ungefähr zum selben Zeitpunkt erhielt die Rettungsleitstelle ein Notsignal einer ausgelösten persönlichen Notfunkbake aus demselben Seegebiet.
Als die Seenotretter Kurs auf den Einsatzort nahmen, meldete eine Motorjacht-Crew, dass sie einen Mann aus dem Wasser gerettet habe und dieser wohlauf sei.
Seenotretter schleppten Segelboot in Hafen
Daraufhin lief die "URSULA DETTMANN" zunächst diese Motoryacht an. Es stellte sich heraus, dass der Mann das Notsignal ausgelöst hatte und keine medizinische Hilfe benötigte.
Als Nächstes nahmen die Seenotretter Kurs auf den führerlosen Jollenkreuzer und gingen längsseits, dabei stiegen zwei Rettungskräfte über, um eine Leinenverbindung herzustellen.
Anschließend schleppte das Seenotrettungsboot das etwa sieben Meter lange Segelboot in den Hafen.
In der Zwischenzeit hatte die Motorjacht ebenfalls den Hafen angelaufen und den Schiffbrüchigen sicher an Land gebracht.