Zahl der ausreisepflichtigen Ausländer in Sachsen-Anhalt leicht gestiegen

Magdeburg - Die Zahl der ausreisepflichtigen Ausländer ist in Sachsen-Anhalt leicht gestiegen.

Bei den meisten ausreisepflichtigen Menschen handelt es sich um abgelehnte ehemalige Asylsuchende. (Archivbild)
Bei den meisten ausreisepflichtigen Menschen handelt es sich um abgelehnte ehemalige Asylsuchende. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

Laut Ausländerzentralregister liege der aktuelle Stand bei etwa 6600, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Ende November 2021 waren noch rund 6450 ausreisepflichtige Menschen registriert.

Die wichtigsten Herkunftsstaaten seien Indien mit 822 Ausreisepflichtigen, Russland (467), Afghanistan (426), Benin (411) und Guinea-Bissau (391).

In den ersten sechs Monaten 2022 wurden laut Ministerium insgesamt 153 freiwillige Ausreisen registriert. Den Angaben zufolge reisten 2021 insgesamt 285 Menschen freiwillig aus.

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"Das Haupthemmnis für Abschiebungen und freiwillige Ausreisen bei ausreisepflichtigen Menschen ist die mangelnde Kooperation der betreffenden Herkunftsstaaten der Ausreisepflichtigen", hieß es Anfang des Jahres vom Ministerium.

Bei einem Großteil der ausreisepflichtigen Menschen handele es sich um abgelehnte ehemalige Asylsuchende.

Indien - als wichtigstes Herkunftsland - habe durch seine Botschaft im Jahr 2021 kein einziges Passersatzpapier ausgestellt. Ausreisepflichtige ohne Pass - das sei der Regelfall - könnten nicht abgeschoben werden. Zudem hätten Benin und Guinea-Bissau ihre Botschaften in Deutschland geschlossen.

Wieder andere Staaten hätten zum Teil sehr bürokratische Anforderungen für Rückführungen, erklärte das Ministerium Anfang des Jahres.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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