Boot-Diebstahl in Görlitz: Deutsche und polnische Polizei arbeiten zusammen, um "Stöpsel" zu finden

Görlitz - Boots-Entführung und Fahndungserfolg: In Görlitz wurde vor Kurzem ein kleines Schiff namens "Stöpsel" gestohlen. Sowohl deutsche als auch polnische Polizeikräfte arbeiteten zusammen, um das Verbrechen zu lösen.

"Stöpsel" auf Abwegen: ein 33-jähriger Pole stahl das Boot aus einer Garage in Görlitz und verfrachtete es über die deutsch-polnische Grenze.
"Stöpsel" auf Abwegen: ein 33-jähriger Pole stahl das Boot aus einer Garage in Görlitz und verfrachtete es über die deutsch-polnische Grenze.  © Polizeidirektion Görlitz

Zwischen dem 14. und 15. Januar kam es im Görlitzer Ortsteil Hagenwerder "An der alten F99" zu einem Diebstahl, dabei wurden mehrere Garagen aufgebrochen und ein Boot der Marke "EIK PLast II" entwendet.

Wie die Polizeidirektion Görlitz am heutigen Mittwoch mitteilte, konnte die Tat inzwischen aufgeklärt werden. Eine Sonderkommission namens "Argus" wertete die Aufnahmen einer Überwachungskamera aus und fand heraus, wohin "Stöpsel" verschleppt worden war. Auch der Täter konnte durch die Kameraaufnahmen identifiziert werden.

Das Boot hatte nicht nur die Garage seines Besitzers verlassen, sondern auch die Bundesrepublik Deutschland. Am 15. Januar, um 8 Uhr morgens wurde das Fahrzeug des Täters dabei beobachtet, wie es die deutsch-polnische Grenze in Richtung Radomierzyce (südlich von Görlitz gelegen) mit dem gestohlenen Boot im Schlepptau überquerte.

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Die deutschen Polizeibeamten informierten daraufhin am selben Tag ihre polnischen Kollegen der Kommandantur Zgorzelec.

33-jähriger Pole mit "Stöpsel" und ohne Führerschein erwischt

Die Rückkehr von "Stöpsel": Nach vier Tagen wurden das Boot und sein Besitzer wieder vereinigt.
Die Rückkehr von "Stöpsel": Nach vier Tagen wurden das Boot und sein Besitzer wieder vereinigt.  © Polizeidirektion Görlitz

Der Einsatz eines weiteren Polizeireviers war dennoch notwendig, ehe "Stöpsel" wieder den Weg in seine Heimat antreten durfte. Die polnische Kommandantur Bogatynia im Dreiländereck kontrollierte schließlich den verdächtigten Wagen.

Der Boots-Entführer, ein 33-jähriger Pole, konnte bei der durchgeführten Polizeikontrolle keine Auskunft darüber geben, woher er das kleine Schiff hat. Einen Führerschein suchte die polnische Polizei bei dem 33-Jährigen ebenfalls vergebens.

Letztlich stellten die polnischen Beamten "Stöpsel" sicher und ordneten es in Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier in Zittau-Oberland seinem rechtmäßigen Besitzer aus Görlitz-Hagenwerder zu.

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Nach viertägiger Abwesenheit und dank der Arbeit von insgesamt vier Polizeidienststellen folgte dann endlich das Wiedersehen zwischen dem Boot und seinem rechtmäßigen Eigentümer.

In Anwesenheit der SOKO "Argus" wurde "Stöpsel" seinem rechtmäßigen Besitzer in Zgorzelec zurückgegeben.

Titelfoto: Polizeidirektion Görlitz

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