Ins Colditzer Schloss zieht ein modernes Museum: Das hat Hendrik Duryn damit zu tun

Colditz - Endlich Museum! Das Colditzer Schloss war bisher nur zu besonderen Anlässen und nur in beschränktem Umfang zugänglich. Auch jetzt stehen fast alle Räume leer. Und das werden sie auch bleiben, wenn im April nächsten Jahres ein Museum einzieht. Dass es trotzdem sehr viel zu sehen gibt, dafür sorgt die Technik - und Sachsenlotto.

Kuratorin Regina Thiede (55) hat bereits für die virtuellen Rundgänge mit Schauspieler Hendrik Duryn (56, "Der Lehrer") zusammengearbeitet. Ab kommendem Jahr erzählen digitale Besucherrundgänge noch mehr Schlossgeschichten.
Kuratorin Regina Thiede (55) hat bereits für die virtuellen Rundgänge mit Schauspieler Hendrik Duryn (56, "Der Lehrer") zusammengearbeitet. Ab kommendem Jahr erzählen digitale Besucherrundgänge noch mehr Schlossgeschichten.  © Steffen Füssel

"Es war alles unendlich knallbunt hier", so die Kuratorin des neuen Museumsprojekts, Regina Thiede (55), bei der Vorstellung der Pläne.

An den Wänden von Schloss Colditz hingen in den besten Zeiten zahlreiche Gemälde, auf dem Boden lagen farbig glasierte Ziegel. "Die Anstalt hat alles rausgefegt." 1829 wurde das Lieblingsschloss der Wettiner zur Landesversorgungsanstalt für unheilbar Geisteskranke.

Während des Zweiten Weltkriegs diente es als Gefangenenlager für alliierte Offiziere, nach 1946 als Krankenhaus.

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Einen Teil der reichen Schlossgeschichte wollen "Schlossherr" Peter Knierriem (57) und Schlösserland-Direktor Christian Striefler (61) ab dem nächsten Jahr zeigen.

Dazu werden fünf Räume für Publikum geöffnet, aber weitgehend so belassen, wie sie sich nach Auszug des Krankenhauses präsentierten.

Die Geschichte und die Geschichten dahinter werden über sogenannte HistoPads, also handliche Besucher-Tablets, erlebbar.

Das Renaissanceschloss Colditz ist vielen in Sachsen unbekannt. In England und Holland dagegen ist es wegen der spektakulären Fluchten alliierter Offiziere während des Zweiten Weltkriegs legendär.
Das Renaissanceschloss Colditz ist vielen in Sachsen unbekannt. In England und Holland dagegen ist es wegen der spektakulären Fluchten alliierter Offiziere während des Zweiten Weltkriegs legendär.  © Steffen Füssel
Christian Striefler (61, l.) vom Schlösserland Sachsen und Frank Schwarz (54) von Sachsenlotto bleiben auch 2024 bei der Vermarktung Partner. Als sichtbares Zeichen tragen alle Einrichtungen solche schicken Messingschilder.
Christian Striefler (61, l.) vom Schlösserland Sachsen und Frank Schwarz (54) von Sachsenlotto bleiben auch 2024 bei der Vermarktung Partner. Als sichtbares Zeichen tragen alle Einrichtungen solche schicken Messingschilder.  © Steffen Füssel

Ein Teil der erforderlichen Investitionen steuert die Lottogesellschaft Sachsenlotto bei. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf mehr als eine Million Euro. Los geht es am 17. April 2024. "Das ist der Jahrestag der Befreiung", so Striefler.

Titelfoto: Steffen Füssel

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