Auf Sachsens Wanderwegen hält Digitalisierung Einzug

Auerbach/Vogtland - Viele Menschen in Sachsen schnüren jetzt wieder ihre Wanderschuhe, auf den Wegen herrscht Hochbetrieb. Wegewarte halten die Strecken instand und haben viel zu tun. Das Ehrenamt steht aber vor einem Generationenwechsel. Und vor neuen Technologien.

Regionalwart Thomas Putz kümmert sich ehrenamtlich um die Pflege der Wanderwege.
Regionalwart Thomas Putz kümmert sich ehrenamtlich um die Pflege der Wanderwege.  © Jan Woitas/dpa

"Unsere Arbeit ist wichtig, denn unsere Wanderer freuen sich über gepflegte Routen", sagt Thomas Putz von Sachsenforst.

Als Regionalwegewart kontrolliert er die Wanderschilder, stellt neue Hinweistafeln auf, behebt kleinere und meldet größere Schäden – und das ehrenamtlich. Zu jeder Jahreszeit ist Putz auf den Wanderwegen rund um Grünheide anzutreffen, etwa 250 Kilometer lang ist sein Gebiet.

Fünf ehrenamtliche Regionalwegewarte betreuen für den Vogtlandkreis den Vogtland Panorama Weg, den Kammweg Erzgebirge-Vogtland sowie die überregionalen Fernwanderwege und Gebietswanderwege, sagt die Koordinatorin Susan Strauß vom Amt für Wirtschaft und Bildung.

Diese Summe kam beim Sachsenring Charity Run zusammen
Vogtland Diese Summe kam beim Sachsenring Charity Run zusammen

Um den Rest der 2000 Kilometer langen Wege kümmern sich die Kommunen selbst. Auch dort sind ehrenamtliche Wegewarte im Einsatz. "Die Arbeit der Wegewarte ist für uns unverzichtbar", so Strauß. Inzwischen engagierten sich zunehmend auch Frauen in der einstigen "Männerdomäne".

"Ältere Wegewarte haben Schilder früher noch per Hand gemalt", sagt Regionalwegewart Thomas Putz. Inzwischen gebe es Kunststoffschilder. "Die Digitalisierung ist wichtig, um Schadensmeldungen und allgemeine Informationen schneller und gebündelter zu sammeln."

Die Digitalisierung kommt hier via QR-Code.
Die Digitalisierung kommt hier via QR-Code.  © Jan Woitas/dpa

Vandalismus komme auf den Wegen selten vor. "In einer Schutzhütte steht ein Besen - und der wird sogar benutzt."

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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