Eltern verzweifelt! Kita-Protest im Vogtland

Plauen - Seit dem heutigen Montag sind Kitas, Grund- und Förderschulen im gesamten Vogtlandkreis geschlossen. Der Grund: dramatisch steigende Corona-Zahlen. Doch viele Eltern sind durch die Schließungen verzweifelt, machten daher am Montag vor einer Plauener Kita mit Bannern auf ihre schwierige Situation aufmerksam.

Eltern haben vor einer Kita in Plauen Plakate aufgehängt. Sie fordern sofortige Öffnungen.
Eltern haben vor einer Kita in Plauen Plakate aufgehängt. Sie fordern sofortige Öffnungen.  © Pastierovic

Vor der Kindertagesstätte "Marienkäfer" im Stadtteil Großfriesen hingen am Montagvormittag mehrere Plakate. "Macht auf! Kinder brauchen Kinder", stand auf einem der Banner. Auf einem weiteren war zu lesen: "Kinder sind keine Treiber der Pandemie."

Die Eltern sind sauer, fordern sofortige Öffnungen! Vor allem kritisieren sie die vom Vogtlandkreis sehr kurzfristig getroffenen Maßnahmen.

Auch Kita-Leiter Matthias Hoffmann ist sauer! Er fordert, dass Alleinerziehende ihre Kinder in die Kita bringen dürfen. Auch müsse aus seiner Sicht die systemrelevanten Berufen überdacht werden.

Laut dem Kita-Chef habe man ein durchdachtes Hygienekonzept, das eine Öffnung durchaus zulasse.

Trotz der Proteste: Die Kita wird wohl weiterhin dichtbleiben. Landrat Rolf Keil (66, CDU) sagte am Freitag: "Die Entscheidung, die Kitas und Grund- bzw. Förderschulen im Vogtlandkreis zu schließen, basiert zuletzt auch auf dem aktuellen Infektionsgeschehen in derzeit elf Kindertageseinrichtungen und Schulen im Vogtlandkreis."

Auch wenn diese Schließungen bei vielen Menschen im Vogtland auf Unverständnis stoße, müssten jetzt alle mitmachen, so Keil. Nur so könne man Infektionen verhindern.

Im Vogtland schnellen die Corona-Zahlen seit Tagen nach oben - aktuell liegt der Inzidenzwert laut dem Robert-Koch-Institut bei 230,5 (Stand 1. März). Grund für den Anstieg ist offenbar die britische Coronavirus-Variante, die im Vogtland bereits mehrfach nachgewiesen wurde (TAG24 berichtete). Die Briten-Mutation gilt als hochansteckend.

Titelfoto: Pastierovic

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