Wie dreist! Internet-Ganoven wollten Betrugs-Jäger im Vogtland betrügen

Auerbach - Wenn Betrüger die Betrugsjäger abzocken wollen: Wieder einmal haben angebliche Mitarbeiter von Microsoft mutmaßliche Opfer angerufen, um sich in ihre Computer einzuhacken. Das Dumme: Die Verbraucherzentrale im Vogtland selbst war diesmal am anderen Ende der Leitung.

Bei Heike Teubner (56), Leiterin der Beratungsstelle Auerbach, riefen in der vergangenen Woche selbst Betrüger an.
Bei Heike Teubner (56), Leiterin der Beratungsstelle Auerbach, riefen in der vergangenen Woche selbst Betrüger an.  © David Rötzschke

Heike Teubner (56) arbeitet seit knapp 30 Jahren bei der Verbraucherzentrale in Auerbach. Einen Anruf wie in der vergangenen Woche bekam sie noch nicht. Eine Frau rief an, sprach in sehr schlechtem Deutsch und wollte Zugang zu einem PC der Verbraucherzentrale Auerbach haben, aufgrund von angeblichen Problemen.

"Da in der Verbraucherzentrale Auerbach IT-Probleme durch Experten des eigenen Hauses gelöst werden, war die Sachlage direkt klar", sagt Heike Teubner. Nachdem sie zwei Nachfragen am Telefon gestellt hatte, legte die Frau am anderen Ende der Leitung auf.

"Wenn man die Nummer zurückruft, dann kommt die Meldung, dass die Rufnummer nicht bekannt ist", so Heike Teubner weiter. Die Vorwahl der Nummer war Passau. Was den Ganoven vermutlich nicht klar war: Die Verbraucherzentrale ist ein gemeinnütziger Verein, der betroffene Menschen - auch bei Fake-Anrufen - berät, informiert und den Betroffenen bei weiteren Schritten hilft.

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Wie kann man verhindern, dass man Telefonbetrügern auf den Leim geht? Heike Teubner rät: "Wichtig ist, immer kritisch zu bleiben. In der Regel sollte man keinen Anrufern vertrauen, die behaupten, sie müssten auf den heimischen Rechner zugreifen."

Die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Auerbach berät unter anderem Opfer von Betrugsanrufen.
Die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Auerbach berät unter anderem Opfer von Betrugsanrufen.  © David Rötzschke

Außerdem sollten Verbraucher am Telefon niemals persönliche Daten wie Kontonummer oder Kreditkarte herausgeben. Auch bei dubiosen Fake-E-Mails sollten Nutzer auf keinen Link klicken. Das führt dazu, dass Trojaner auf dem Rechner platziert werden.

Titelfoto: David Rötzschke

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