Nach Dreifach-Mord: Ermittlungen gegen Helfer des Schützen von Dänischenhagen

Kiel - Die Kieler Staatsanwaltschaft hat nach den tödlichen Schüssen in Dänischenhagen und Kiel auch Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Helfer des Schützen eingeleitet.

Einsatzkräfte der Polizei fahren mit einem kleinen Boot über den Nord-Ostseekanal.
Einsatzkräfte der Polizei fahren mit einem kleinen Boot über den Nord-Ostseekanal.  © Axel Heimken/dpa

Gegen den 48-Jährigen bestehe der Verdacht eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler. "Bei der von ihm entsorgten Maschinenpistole handelt es sich um eine vollautomatische Waffe."

Der mutmaßliche Todesschütze soll die Maschinenpistole der Marke "Uzi" bei seinem Bekannten abgelegt haben. Die Motivlage des Helfers ist laut Staatsanwaltschaft weiter unklar.

Beispielsweise stelle sich die Frage, "hat er die Waffe besorgt oder nur entsorgt", sagte Bieler. Fest steht, dass der Mann die Waffe in seinem Besitz hatte, bevor er sie in Teilen in Eckernförde, Möltenort und im Nord-Ostsee-Kanal im Wasser versenkte. Taucher bargen die Teile.

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Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde die "Uzi" voraussichtlich bei den Schüssen auf eine Frau und einen Mann in Dänischenhagen genutzt.

Am dortigen Tatort aufgefundene Patronenteile könnten nach ersten Ergebnissen der kriminaltechnischen Untersuchungen einem Teil der "Uzi" zugeordnet werden.

Mutmaßlicher Täter stellte sich am Abend nach den Morden

Die Ermittler fanden hier eine zweistellige Hülsenanzahl. Bei der Tat in Kiel dürfte es sich laut Polizei um eine Pistole gehandelt haben. Der Beschuldigte übergab eine Pistole, als er sich bei der Hamburger Polizei stellte.

Der 48-Jährige steht im Verdacht, am 19. Mai seine von ihm getrennt lebende 43 Jahre alte Ehefrau und einen zehn Jahre älteren Mann in einem Haus in Dänischenhagen sowie einen 52 Jahre alten Bekannten in Kiel getötet zu haben. Opfer und Täter sind Deutsche.

Der Verdächtige hatte sich noch am Tag der Tat in Hamburg der Polizei gestellt und sitzt in Untersuchungshaft. Vor dem Haftrichter ließ er durch seinen Anwalt erklären, dass er die Taten nicht bestreite.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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