Biologisch abbaubare Abfallbeutel sorgen für Ärger bei Müllunternehmen

Erfurt - Bei den Thüringer Abfallentsorgungsbetrieben sorgen als biologisch abbaubar deklarierte Müllbeutel zunehmend für Probleme.

Biomüll sollte ohne Plastikbeutel in die Biotonne kommen. Viele Menschen nutzen jedoch biologisch abbaubare Müllbeutel. (Symbolfoto)
Biomüll sollte ohne Plastikbeutel in die Biotonne kommen. Viele Menschen nutzen jedoch biologisch abbaubare Müllbeutel. (Symbolfoto)  © Peter Steffen/dpa

"Viele Bürger nutzen im guten Glauben die sogenannten kompostierbaren Kunststoff-Biomüll-Beutel", erklärte Jasmin Schöne vom Abfallwirtschaftszweckverband Ostthüringen. Die Kunststofftüten verrotteten jedoch in Kompostieranlagen nicht, auch bei der Vergärung in Biogasanlagen sorgten sie für Komplikationen.

Die Kunststofftüten sind ebenfalls in den Städten Erfurt, Eisenach und Jena sowie beim Abfallwirtschaftszweckverband Wartburgkreis ein zunehmendes Ärgernis.

Der Anteil der fälschlich in der Biotonne entsorgten Müllarten steige dadurch deutlich. Die Kommunen versuchen, mit Aufklärungsarbeit oder - wie im Fall von Erfurt - speziellen Biomülltüten aus Papier gegenzusteuern.

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Laut dem Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz steigt die über die Biotonne entsorgte Abfallmenge in Thüringen seit Jahren stetig an.

Von 68.000 Tonnen im Jahr 2015 auf rund 83.000 Tonnen im Jahr 2021.

Titelfoto: Peter Steffen/dpa

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