"Luise" fegt über Deutschland hinweg: Experte nimmt Sturm den Wind aus den Segeln

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Berlin - Es wird stürmisch in Deutschland: Tief "Luise" bringt ordentlich Wind von Freitag bis Sonntag in die Bundesrepublik. Was kommt da am Wochenende auf uns zu? Mit Jörg Kachelmann (68) und Christian Häckl (62) ordnen zwei absolute Wetter-Experten der deutschen TV-Szene das Geschehen ein.

Christian Häckl (62) glaubt nicht, dass uns ein "Herbstorkan" bevorsteht, es wird lediglich der erste Herbststurm des Jahres über Deutschland ziehen.
Christian Häckl (62) glaubt nicht, dass uns ein "Herbstorkan" bevorsteht, es wird lediglich der erste Herbststurm des Jahres über Deutschland ziehen.  © imago/Horst Galuschka

"Ist es so ein großer Sturm, der da kommt?", möchte Kachelmann zu Beginn von Folge 78 des gemeinsamen "Häckl & Kachelmann Podcasts" wissen.

"Nö nö, nichts, was wir nicht schon hatten. [...] Es ist halt der erste Herbststurm", schätzt Häckl die bisherige Jahreszeit als "ereignisarm" ein. Es handle sich seiner Meinung nach auch nicht um einen "Herbstorkan".

Bei einer Sache sollte man jedoch Vorsicht walten lassen.

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"Ich würd's jetzt nicht ganz unterschätzen, weil wir halt noch voll belaubte Bäume haben", so Häckl. Wenn's bei den Windstärken um die 100 geht, könnten also auch zwei bis drei Bäume umstürzen.

"Von irgendeiner Katastrophe sind wir weit weg", bilanziert der langjährige RTL-Wettermann.

Sturmtief "Luise": An der Nordsee und vom Rheinland bis zum Emsland wird es besonders windig

An der Nordsee muss mit stürmischen Böen gerechnet werden. (Archivfoto)
An der Nordsee muss mit stürmischen Böen gerechnet werden. (Archivfoto)  © dpa/Bodo Marks

Kachelmann schimpft anschließend über "die maroden Drecksmedien, die den Weltuntergang prophezeit haben", möchte aber noch wissen, ob Herbst-Urlauber der Sturmgefahr wegen jetzt Flüge umbuchen müssen.

Auch daran glaubt Häckl nicht. Flughäfen würden vor dem Bau einer Landebahn schauen, wie hoch die Windrichtungen seien und diese danach ausrichten.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) muss am Freitag mit starken Böen von 55 bis 75 km/h gerechnet werden. In den Bergen sind Sturmböen bis 110 Kilometer pro Stunde möglich. An der Nordsee werden (am Abend) Windböen mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde erwartet.

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"Höhepunkt der Windentwicklung ist am Abend und in der ersten Nachthälfte", so der DWD, der auch vom Rheinland bis zum Emsland mit richtig starken Windböen rechnet. Gewitter sind am Nachmittag vereinzelt zu erwarten.

In der Nacht zum Samstag kann es in den Alpen schneien. Oberhalb von 1200 bis 1500 Metern können bis zu fünf Zentimeter Neuschnee vom Himmel rieseln.

Titelfoto: Bildmontage: Bodo Marks/dpa, IMago/Horst Galuschka

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