Bombenzyklon im Anmarsch! Sturm, Regen und Schnee erwartet

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Berlin - Deutschland steht ein turbulentes Wetter-Wochenende bevor! Erst peitschen Sturm und Regen übers Land, dann drohen Orkanböen und Schnee in den Bergen. Besonders im Westen und Norden bringt der sogenannte "Bombenzyklon" kräftigen Wind und viel Nass von oben.

Ein kräftiges Sturmtief zieht in den kommenden Tagen über Europa hinweg und bringt Deutschland kräftigen Wind, heftige Böen und viel Regen.
Ein kräftiges Sturmtief zieht in den kommenden Tagen über Europa hinweg und bringt Deutschland kräftigen Wind, heftige Böen und viel Regen.  © Peter Kneffel/dpa

Meteorologe Kai Zorn (52) vom YouTube-Channel "Kai Zorn Wetter" verkündet mit Blick auf das nahende Wochenende: "In den kommenden Tagen geht es noch ordentlich zur Sache!"

Schuld ist ein kräftiges Sturmtief, das über Europa hinwegziehen wird und kräftigen Wind, teils heftige Böen und viel Regen im Gepäck hat.

Schon am Freitag zeigt der Herbst seine Krallen: Das Tief nimmt Kurs auf die Nordsee und bringt dadurch vor allem im Westen und Südwesten Deutschlands stürmisches Wetter. In exponierten Lagen sind Böen von mehr als 80 Kilometern pro Stunde möglich, örtlich drohen laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sogar Orkanböen. Die Höchstwerte liegen bei 10 bis 15 Grad.

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Am Samstag bleibt es ungemütlich. Verbreitet kräftige Böen, neue Regenfälle und eine unruhige Wetterlage laden nicht wirklich zu einem Spaziergang ein. Davon bleibt auch der Süden nicht verschont.

Der DWD warnt vor allem in der Nordhälfte vor stürmischen Böen, an der Küste könnten Sturmböen der Stärke 9 für hohe Wellen sorgen.

Sturmböen und Gewitter erwartet

An der Nordsee sind Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde drin. (Archivfoto)
An der Nordsee sind Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde drin. (Archivfoto)  © Bodo Marks/dpa

Und am Sonntag soll der Sturm dann noch einmal nachlegen!

Laut Zorns Prognose soll ein weiteres Windfeld über die Republik ziehen, wodurch es besonders im Nordwesten und in Baden-Württemberg windig bis stürmisch wird. Über der Nordsee können Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde auftreten, hohe Wellen sind die Folge.

Im Nordwesten sind zudem einzelne kräftige Gewitter mit stürmischen Böen möglich. In Staulagen von Schwarzwald, Eifel und Rothaargebirge droht örtlich Dauerregen.

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In den Alpen wird es derweil winterlich. Die Schneefallgrenze sinkt zeitweise auf etwa 1200 Meter, örtlich kann Schnee sogar bis in Höhenlagen um 950 bis 1000 Meter fallen.

Während sich am Montag zumindest an der Nordsee der kräftige Wind mit Sturmböen der Stärke 9 halten könnte, kündigt sich in der neuen Woche ein Wetterwechsel an. Im Südosten soll es "vorübergehend freundlicher" werden, so Zorn.

Wer allerdings auf einen goldenen Herbst hofft, wird enttäuscht: Nach dem Bombenzyklon erwartet uns wohl eine graue Tristesse. Ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa könnte zwar dafür sorgen, dass die Temperaturen vorübergehend auf bis zu 20 Grad ansteigen, allerdings hat der Nebel Deutschland fest im Griff.

Was ist ein Bombenzyklon?

Der Name klingt heftig, dahinter steckt ein Wetterphänomen: Bei einem sogenannten Bombenzyklon fällt der Luftdruck im Zentrum eines Tiefdruckgebiets innerhalb von 24 Stunden außergewöhnlich schnell - mindestens 24 Hektopascal auf mittleren geografischen Breiten. Meteorologen sprechen dann von einer Bombogenese.

Die Folge: Das Tief verstärkt sich rasant, heftige Winde können entstehen und Sturmfronten fegen über das Land. Treffen kalte und warme Luftmassen aufeinander, kann sich das Wetter innerhalb kürzester Zeit dramatisch verändern.

Titelfoto: Bildmontage/Bodo Marks/dpa, Peter Kneffel/dpa

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