Kind von Ast erschlagen: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen nach schwerem Unwetter ein
Von Martin Oversohl
Klettgau - Nach dem jüngsten Unwetter im Südwesten hat die Staatsanwaltschaft weitere Details zum Tod eines Kindes durch den Sturm veröffentlicht. Demnach wurde es durch einen Ast erschlagen, der aus größerer Höhe von einem Baum abbrach und in die Tiefe stürzte.
Ein Erwachsener sei in der Nähe des Kindes gewesen und ebenfalls getroffen worden. Er erlitt schwere Verletzungen. Nähere Details zu den Personen oder zum Ort des Vorfalls teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit, um die Rechte der Betroffenen zu schützen.
Nach Angaben der BILD-Zeitung soll das Kind gemeinsam mit seinem Vater beim Besuch eines Ruhewaldes von der Gewitterfront überrascht worden sein.
Der Ast sei ausgerechnet von einem der 138 Trauerbäume des Friedwaldes abgebrochen, unter denen die Aschen von Verstorbenen ruhen. Es sei aber unklar, ob die Familie dort gerade eines Angehörigen gedacht habe. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht dazu.
Sie hat ihre Untersuchungen inzwischen nach eigenen Angaben abgeschlossen und ermittelt nicht. "Es gibt keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für ein strafrechtliches Verhalten", also keinen Anfangsverdacht, sagte ein Sprecher auf Anfrage.
Am vergangenen Freitag hatte es ein schweres Unwetter in der Region gegeben. Die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat von Klettgau (Kreis Waldshut) zeigten sich nach dem Tod des Kindes "zutiefst betroffen über dieses schreckliche Ereignis".
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