Neonazi-Rittergut bei Leipzig zwangsversteigert

Karl-Heinz Hoffmann (79) war der Gründer der rechtsterroristischen Wehrsportgruppe Hoffmann.
Karl-Heinz Hoffmann (79) war der Gründer der rechtsterroristischen Wehrsportgruppe Hoffmann.  © DPA

Leipzig - Das Rittergut des Neonazis Karl-Heinz Hoffmann (79) in Kohren-Sahlis kommt unter den Hammer.

Am Mittwoch (9.00 Uhr) ist für das 60.000 Quadratmeter große Areal ein neuer Zwangsversteigerungstermin am Amtsgericht Leipzig angesetzt.

Eine erste Versteigerung war im vergangenen Jahr gescheitert. Ein Bieter aus Oberhausen hatte 160.000 Euro geboten, den Kaufpreis aber nicht bezahlt.

Hoffmann besitzt das Rittergut südlich von Leipzig seit mehr als zehn Jahren, hat aber beim Abwasserzweckverband Whyratal mindestens 170.000 Euro Schulden. Der Verband hatte deswegen die Versteigerung beantragt.

Seit den 1960er Jahren gilt Karl-Heinz Hoffmann als einer der bekanntesten Köpfe der Neonazi-Szene. Er gründete einst die mittlerweile verbotene Wehrsportgruppe Hoffmann und saß bereits mehrere Jahre in Haft.

Update 13.00 Uhr: Das Rittergut Sahlis, in dem früher der Neonazi Karl-Heinz Hoffmann lebte, soll für 130.000 Euro an einen unbekannten Investor aus Nordrhein-Westfalen gehen. Bei der Zwangsversteigerung wurde der Investor von einem Juristen, Christian Stockmann, vertreten. Ob der Geldgeber tatsächlich den Zuschlag bekommt, wird erst am kommenden Montag entschieden. Bis dahin soll noch geprüft werden, ob er solvent ist. Hoffmann selbst war bei dem Termin nicht anwesend.


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