BMW-Manager vergewaltigt zwei kleine Mädchen: Seine Reaktion auf die Taten schockiert

Traunstein - Ein 62 Jahre alter Mann muss sich zurzeit vor dem Landgericht in Traunstein verantworten. Der Vorwurf wiegt schwer. Der angeklagte BMW-Manager soll sich an zwei Mädchen aus der Nachbarschaft vergangen haben.

In Traunstein soll es am Freitag ein Urteil im Prozess gegen den 62-Jährigen geben.
In Traunstein soll es am Freitag ein Urteil im Prozess gegen den 62-Jährigen geben.

Der Mann hat nach seiner Festnahme bereits gestanden, die heute 5 und 7 Jahre alten Kinder sexuell missbraucht zu haben.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung sollen die Mädchen mit ihrer Familie erst vor einem Jahr im Juli 2017 nach Rosenheim gezogen sein, wo auch der Angeklagte einen Zweitwohnsitz hat.

In der unmittelbaren Zeit nach dem Umzug soll die Familie dann einen freundschaftlichen Kontakt zum Angeklagten sowie dessen Ehefrau aufgebaut haben, der mit zunehmender Dauer vor allem von Seiten des 62-Jährigen vorangetrieben wurde.

Der Mann, der bei BMW im Management tätig ist, zeigte dabei laut dem Bericht vor allem an den beiden Mädchen großes Interesse. Immer wieder soll er ihnen Geschenke mitgebracht haben.

Die verstärkte Zuneigung ließ die Eltern der Kinder zwar misstrauisch werden, die schlimmen Taten kamen jedoch erst an das Tageslicht, als sich das ältere Mädchen völlig aufgelöst gegenüber den Eltern offenbarte.

Sie erzählte, dass der Angeklagte sie beim Versteckspiel in sein Haus verschleppt, sie anschließend entkleidet und sich dann an ihr sexuell vergangen haben soll. Es soll nicht das erste Mal gewesen sein, das es zur Vergewaltigung kam. Insgesamt spricht das Kind von vier oder fünf Übergriffen. Außerdem soll er den Kindern gedroht haben, einmal sogar mit einer Waffe. Hinzu kamen Erpressungen, die er mit Nachdruck geäußert habe.

Der Angeklagte hat die Taten vor Gericht bereits gestanden.
Der Angeklagte hat die Taten vor Gericht bereits gestanden.  © 123RF

Nach der Offenbarung zeigte die Familie den 62-Jährigen an. Zwischen der Anzeige am 12. Dezember 2017 und der Verhaftung am 2. Januar 2018 verging allerdings beinahe in ganzer Monat. Eine Durchsuchung vom Haus des dringend Verdächtigen fand nicht statt, zu dünn war die Polizei um Weihnachten besetzt, der Staatsanwalt im Urlaub.

Laut SZ seien beide Mädchen noch immer schwer traumatisiert. Die Siebenjährige soll zudem aufgrund der Taten in ein Babyschema zurückgefallen sein.

In der Anklageschrift werden dem verhafteten Mann indes nur zwei Missbrauchsfälle an der Älteren und einer an der Fünfjährigen vorgeworfen.

Dass bei ihm zudem mehr als 10.000 Kinderpornos gefunden wurden, die unter anderem einen schweren sexuellen Missbrauch von kleinen Kindern zeigen, dürfte sich vor Gericht nicht zu seinen Gunsten auswirken. Zur Anklage gehören sie aber nicht. Wie die SZ berichtet, habe die Staatsanwaltschaft diese "zur Verfahrensentschlackung" nicht aufgelistet.

Trotz allem hofft der Angeklagte, der sich in einem Brief, den er in der Untersuchungshaft verfasst hat und in dem er von einer "großen Dummheit" spricht, bei der Familie entschuldigte, auf ein mildes Urteil.

Hintergrund ist die Hoffnung, seine Arbeitsstelle bei BMW behalten zu können, um so seine Altersversorgung zu sichern. Das Landgericht Traunstein dürfte am Freitag ein Urteil fällen. Egal, wie dieses auch ausfallen sollte, vor der Familie der beiden Mädchen und vor allem vor den beiden Kindern liegt noch ein langer Weg zurück ins Leben.

Titelfoto: 123RF


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