1,0-Schüler Kwasniok "Die Chance, einen Zweitligisten zu trainieren, ist großartig"

Aue - Die Personalie Lukas Kwasniok zeigt eins wieder sehr deutlich: Das Rad im Fußball dreht sich verdammt schnell.

Lukas Kwasniok bei der Auszeichnung zum Fußball-Lehrer mit seiner Frau Anna.
Lukas Kwasniok bei der Auszeichnung zum Fußball-Lehrer mit seiner Frau Anna.  © Imago

Vor knapp drei Wochen drückte der "U19"-Trainer des Karlsruher SC seinem Verein in der Relegation gegen Aue die Daumen. Die Badener unterlagen, der FCE blieb zweitklassig. Jetzt soll Kwasniok den FCE ins ruhige Fahrwasser führen.

Die offizielle Bestätigung seitens des Vereins steht noch aus, doch Kwasniok war bereits am Montag und Dienstag auf der Geschäftsstelle in Aue. Beide Seiten sind sich einig. Einzig die Zustimmung aus Karlsruhe fehlt noch.

Für ihn selbst waren es rasante Tage: "Am vergangenen Mittwoch, auf der Rückreise von der Costa Brava, am letzten Tag des Familienurlaubs, erhielt ich den Anruf von Erzgebirge Aue", sagte er dem Onlineportal ka-news.de. "Am Tag danach führte ich schon das erste konstruktive Gespräch."

Auch wenn er beim KSC noch ein Jahr Vertrag hat, er möchte nach Aue: "Die Chance, eine Zweitligamannschaft zu trainieren, ist großartig", so Kwasniok: "Ich bin ein überaus glücklicher Mensch. Und jetzt habe ich die Möglichkeit, einen Zweitligisten zu übernehmen, das könnte dazu führen, dass ich sehr, sehr glücklich werden könnte", sagte er.

Lukas Kwasniok führte die "U19" des KSC auf einen fünften Platz in der Bundesliga. Jetzt soll er Aue übernehmen.
Lukas Kwasniok führte die "U19" des KSC auf einen fünften Platz in der Bundesliga. Jetzt soll er Aue übernehmen.  © Imago

Das letzte fehlende Detail ist die Ablösesumme. Die vom KSC aufgerufenen 500.000 Euro sind vom Tisch. Im Wissen, dass Aue vor 18 Monaten gerade mal 15.000 für Domenico Tedesco nach Hoffenheim als "U19"-Trainer überwiesen hat.

Und auch Kiels neuer Trainer Tim Walther in selbiger Funktion einst für 250.000 Euro von Karlsruhe zu den Bayern wechselte.

Der 36-Jährige hat zumindest schon mal kurz Zweitligaluft schnuppern dürfen. Im Dezember 2016 betreute er nach der Entlassung von Tomas Oral als Interimstrainer den damaligen Zweitligisten Karlsruhe, kam gegen Braunschweig und in Dresden zu einem 0:0.

Bleiben konnte er damals nicht, weil er noch kein Fußball-Lehrer war. Das hat Kwasniok inzwischen nachgeholt, bekam im März als Jahrgangsbester mit 1,0 (wie zwei Jahre vor ihm Tedesco) seine Urkunde.

Mit in diesem Lehrgang waren die Ex-Auer Matthias Heidrich, Ronny Thielemann und Mike Sadlo. Aus dem Trio soll auch der Tipp gekommen sein, Kwasniok nach Aue zu holen.


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