Auf der Suche nach dem Rausch: Spaziergänger zertrampeln Mohnfeld

Callenberg - In den schönsten Lila-Tönen blüht ein Mohnfeld im Landkreis Zwickau. Doch Landwirt Stephan Stiegler (67) hat einen dicken Hals wegen der Menschen, die sein Feld zertrampeln.

Mit diesem Schild warnt Landwirt Stephan Stiegler (67): Mein Blaumohn ist alles andere als berauschend.
Mit diesem Schild warnt Landwirt Stephan Stiegler (67): Mein Blaumohn ist alles andere als berauschend.  © Andreas Kretschel

Vor allem den Abenteurern, die im Blaumohn einen Rausch suchen, ruft er zu: "Eine Flasche Bier bringt mehr!"

Täglich stürmen viele Spaziergänger über das 30 Hektar große Feld: Die einen pflücken Blumen für die Frau, die anderen suchen den Mohnrausch. Beides Unfug, sagt der Chef der Waldenburger Agrar GmbH: "Das sind keine Schnittblumen. Sie verlieren schon nach wenigen Minuten ihre Blätter. Und sie sind von der Bundesopiumstelle geprüft - da ist fast kein Morphin drin, da rauscht nichts."

Mit Schildern macht Stephan Stiegler auf die Drogenfreiheit aufmerksam, bittet um Verständnis, dass aus seinen rund 15 Millionen Mohnblumen Backmohn werden soll.

"Der Mohnanbau in der Region kommt nur schwer voran, weil die Verarbeitung sehr kompliziert ist."

Rund 30 Hektar umfasst das Mohnfeld in Callenberg.
Rund 30 Hektar umfasst das Mohnfeld in Callenberg.  © Andreas Kretschel

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