Liebes-Killer Sommerhaus der Stars: Ohne die Show wäre Micaela Schäfer noch vergeben Top Riesige Abschiedsfeier: Familie und hunderte Fans trauerten um Star-DJ Avicii Top Diese Mitarbeiter bereiten sich auf riesigen Ansturm vor! Das ist der Grund! 6.514 Anzeige "Neue Klassengesellschaft"! Joachim Gauck ist in Sorge Neu Diese Technik-Knaller sollten auf Eurem Wunschzettel stehen 2.103 Anzeige
1.759

Von Sachsen nach Hollywood? So einfach war's für Antje Traue nicht

Nach einem Abstecher nach Hollywood zu 'Superman' drehte die Sächsin wieder in ihrer Heimat. Wir haben ihr mal ein paar Fragen gestellt..

Von Heiko Nemitz

Erwischt! Die Schauspielerin neben Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu in Görlitz.
Erwischt! Die Schauspielerin neben Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu in Görlitz.

Dresden/Görlitz - Von Mittweida nach Hollywood - das findet Antje Traue (36) zu kurz gegriffen. Die in Sachsen geborene Schauspielerin war dennoch in einem Blockbuster zu sehen, im Superman-Film „Man of Steel“ (2013).

Jetzt dreht sie wieder in der Heimat. Ihr neuer Film „Es war einmal in Deutschland“, 2016 zu großen Teilen in Görlitz gedreht, kommt diese Woche in die Kinos. TAG24 hat mit Antje Traue gesprochen.

TAG24: Wie zufrieden sind Sie mit „Es war einmal in Deutschland“?

Antje Traue: Es ist ein anrührender Film geworden, der sich liebevoll und warmherzig mit dieser ganz besonderen Generation beschäftigt. Er ist voller Witz, obwohl das Thema so schmerzt. Zudem bin ich ein großer Fan von Sam Garbarski, unserem Regisseur. Er erzählt die Tragik dieser Zeit in einer Weise, die selten so gelingt. Ich fühle mich beschenkt an diesen Film mitgewirkt zu haben.

TAG24: Was hat Sie am Stoff gereizt?

Antje Traue: Ich war daran interessiert, weil diese Epoche bisher kaum besprochen wurde. Man muss sich ja vorstellen: der Krieg ist vorbei, die überlebenden Juden aus den Konzentrationslagern befreit, aber die Nazis sind noch da. Wie lebe ich in einem solch beschämten Land, ohne daran kaputt zu gehen? In bitterer Zeit wird Humor zum heilenden Mittel.

Antje Traue (36) war zuletzt in „Vier gegen die Bank“ und „Kundschafter des Friedens“ zu sehen.
Antje Traue (36) war zuletzt in „Vier gegen die Bank“ und „Kundschafter des Friedens“ zu sehen.

TAG24: Sie spielen einen US-Offizier, der eine Gefahr für den Helden darstellt. Eine Bösewicht-Rolle?

Antje Traue: Nein, das ist sie nicht. Sara hat einen schweren Weg zu gehen, sie hat einen Auftrag. Sie ist Jüdin, die vor dem Krieg flüchten konnte und nun 1946 mit einem großen Schuldgefühl zurückkommt und mithelfen möchte, Licht ins Dunkle zu bekommen. Hannah Arendt schrieb in „Briefe 1936-1968“, „Das größte Verbrechen ist das Vergessen.“ Sara stellt sich mit guter Absicht in den Dienst der Aufklärung. Sie wirkt dabei äußerlich vielleicht hin und wieder unsympathisch, aber ihr Konflikt ist, ein großes Verantwortungsgefühl zu verspüren und gleichzeitig mehr und mehr den Schmerz von David Behrmann zu begreifen.

TAG24: Was macht Ihnen mehr Spaß: Heldin oder Schurkin?

Antje Traue: Ich mag das Dazwischen und finde es schön, zwei Geschichten in einer Figur spielen zu können. Das ist mit Sara möglich gewesen. Das Stille an ihr hat mich gereizt, das Schuldbewusste, aber auch etwas verbissene in ihrem Wunsch nach Gerechtigkeit, diese klar gezeichnete Frau mit ihrer Uniform, die an einem Tisch sitzt und nur über das Gesicht ihre Geschichte erzählen kann.

TAG24: Im Zentrum steht das intime Duell zwischen ihrer Figur und der von Moritz Bleibtreu. Wie war Ihr Zusammenspiel?

Antje Traue: Moritz hatte mich für diese Rolle im Kopf und schlug mich Sam vor. Wir haben dann ein paar Tage geprobt und hatten eine konzentrierte und harmonische Zusammenarbeit. Moritz hat ein großes filmisches Verständnis, weiß, wie er eine Szene entwickeln möchte und hat eine ganz klare Haltung zu den Dingen. Er hat eine raumgreifende Persönlichkeit und spielt mit einer Selbstsicherheit, die mir imponiert hat.

TAG24: Die Dreharbeiten fanden in Görlitz und Weißenfels in Sachsen-Anhalt statt. Wie fühlt es sich an, nach Hollywood in Gegenden zu arbeiten, die man mit Kindheit und Jugend verbindet?

Antje Traue: Das ist schon komisch und hat etwas Unwirkliches an sich. Das hat aber nichts mit meinen Arbeiten in den USA zu tun, sondern viel mehr mit dem Zurückkommen an sich und der Frage: Was meint Heimat? Ich kenne diese Orte nur aus Kindheitserinnerungen. Es ist für mich eher ein genaueres Hinschauen, jetzt mit erwachsenen Augen. Wenn ich dort unterwegs bin, denke ich immer wieder, hier komme ich her und da erwächst schon ein Gefühl von Vertrautheit. Ich habe es als etwas Schönes empfunden, diesen Orten durch unsere Dreharbeiten etwas zurückzugeben.

In „Es war einmal in Deutschland“ spielt Antje Traue eine US-Offizierin, 
unter anderem neben Moritz Bleibtreu (hinten, M.).
In „Es war einmal in Deutschland“ spielt Antje Traue eine US-Offizierin, unter anderem neben Moritz Bleibtreu (hinten, M.).

TAG24: Sie sind in Mittweida geboren, werden gerne vereinnahmt, etwa als ‚sächsischer Shooting-Star in Hollywood‘. Mögen Sie das?

Antje Traue: Das klingt sehr leichtfüßig. Für die Medien mag das sicher griffig sein, aber das ist natürlich eine etwas verdichtete und rasante Beschreibung meines Lebens. Ich habe an vielen Orten gelebt, es waren auch unwegsame Abschnitte auf diesem Weg, den ich mir nicht immer aussuchen konnte. Von Vielem bin ich überrascht worden. Diese Überschriften gehören dazu. Ich könnte mir selbst keine gute schreiben.

TAG24: Sie haben die DDR gerade noch erlebt, gibt’s noch Erinnerungen, die Sie geprägt haben?

Antje Traue: Ich war ja erst 9, als die Mauer fiel, also habe ich nur die Kindersicht mitgenommen. Aber da gibt es schon bestimmte Strukturen - etwa in der Schule -, die mich geprägt haben, zum Beispiel der idealisierte Gehorsam, mit dem wir täglich konfrontiert waren. Wichtig war aber auch das füreinander da sein. Dieses Prinzip: Jeden Tag eine gute Tat. Das ist etwas, worauf ich bis heute achte. Das sollten wir alle wieder mehr kultivieren.

TAG24: Sie konzentrieren sich derzeit auf Deutschland. Hat man es in Hollywood schwer als Deutsche?

Antje Traue: Das hat mit Deutsch sein nichts zu tun. Es ist einfach eine aufgewühlte Zeit. Es gibt die großen Blockbuster, vieles verlagert sich ins Fernsehen, man geht weniger ins Kino, das ist für die Filmwelt eine unruhige Situation. Ich arbeite gern in den USA, aber habe auch gemerkt, dass es nicht der Ort ist, an dem ich leben möchte. Aber ich werde weiter zwischen beiden Welten reisen.

TAG24: In ihren jüngsten Filmen haben Sie vor allem Männer-Ensembles supportet. Wann kommt der Antje-Traue-Film mit Ihnen in der Hauptrolle?

Antje Traue: Das sind alles Hauptrollen, die weiblichen eben. Das ist ein großes, oft besprochenes Problem. Die Helden sind immer noch gern die Männer und es werden ihre Geschichten erzählt. Aber ich weiß ihre Frage zu schätzen. Ich bin jemand, der sich nicht vordrängt, bin manchmal langsam und taste mich da ran. Ein Projekt muss etwas mit mir machen. Ich möchte nicht einfach nur eine Hauptrolle spielen der Hauptrolle wegen. Momentan gibt es mehr Frauen in großen Rollen als je zuvor, ob in Amerika oder bei uns. Ich bin gespannt, wo es hingeht, und bleibe zuversichtlich.

Komödie über Nachkriegsdeutschland

Mit „Es war einmal in Deutschland“ erzählt Regisseur Sam Garbarski mit viel Humor von einem eher unbekannten Kapitel der deutschen Geschichte: Von Juden, die nach dem Holocaust erst einmal ausreichend Geld verdienen müssen, um sich einen Neustart im Ausland zu ermöglichen. Moritz Bleibtreu (45) spielt David Bermann, der in einem von der US-Armee errichteten Lager lebt und mit anderen jüdischen Überlebenden einen Wäschehandel aufzieht - die Hausierer agieren dabei mit Witz, Tricks und Dreistigkeit. Doch die amerikanische Offizierin Sara Simon (Traue) ist ihnen auf den Fersen. Sie bohrt unerbittlich in Davids Vergangenheit herum.

Fotos: dpa/Pawel Sosnowski

Pfleger (†39) getötet! Messerstecher wird Richter vorgeführt Neu Täter nach Brandanschlag vor Gericht, Opfer nicht vernehmungsfähig Neu 75-Zoll-TV bei SATURN jetzt 250 Euro günstiger 6.483 Anzeige 50 Autos auf dem Nachhauseweg zerkratzt: Neunjähriger unter Verdacht! Neu Blutige Schlägerei zwischen zwei Männergruppen, einer schwebt nun in Lebensgefahr Neu Das größte Volksfest des Nordens präsentiert ganz viele Neuheiten 1.846 Anzeige Direktorin der Ausländerbehörde gesteinigt Neu "Sektenartig" und Kontakt zur Identitären Bewegung: Mitglieder der AfD-Parteijugend steigen aus Neu So kriegst Du im Krankenhaus ein exklusives Einzelzimmer 5.621 Anzeige Fan brutal verprügelt und schwer verletzt: So hilft dieser Top-Club der Familie des Opfers! Neu Rentner fährt mit Auto durch Glaswand in Restaurant Neu Nach Groß-Razzia in Berlin: Linksautonome drohen Polizisten mit Rache Neu Bevor Du in der Zettel-Wirtschaft untergehst, hör Dir diesen Vorschlag an Anzeige Frau bekommt Riesen Schreck, als sie aus dem Salat zwei Augen anstarren Neu Wegen seiner Tattoos: Der letzte Wunsch dieses Mannes ist ekelerregend Neu
Trümmer müssen abkühlen: So ist die Situation nach Gymnasium-Großbrand Neu Vor Club: Mann prügelt auf zwei Polizisten ein und verletzt sie Neu Typ kauft Geschenk für seinen Sohn, danach überwältigt ihn die Polizei mit gezogener Waffe Neu Dieses Bundesland will jetzt Video-Überwachung auf Schlachthöfen Neu
Leiche bei Brand in Leipziger Mehrfamilienhaus entdeckt Neu Bundesparteitag der NPD: So läuft die Gegendemo! 518 Migranten sterben bei Bootsunglück vor Sardinien 1.011 Was macht ein Hängebauchschwein freiwillig in der Nähe eines Grillplatzes? 277 Eine Tote und 47 Verletzte bei Demos gegen hohe Spritkosten! 2.376 Darmstädter räumt Eurojackpot ab und ist vielfacher Millionär 547 "FCB tut nur noch weh": Derbes Video zum FC Bayern ein Renner im Netz 1.644 Tödlicher Unfall: Mann wird aus Auto geschleudert und überfahren 1.466 Update Hyperloop: Rasen Container bald mit über 1200 km/h vom Hafen zum Ziel? 780 Meine Meinung: Furchtbares Fußballjahr für Löw und den DFB 397 Waldbrände hier, Wintersturm dort: USA versinken im Wetterchaos 1.378 Instagram-Video zeigt, wie sehr Poldi seine Heimat vermisst 316 Es steckte in der Windschutzscheibe! Autofahrerin hatte riesiges Glück 1.729 Affe klaut Mutter ihr Baby aus dem Arm: Was dann passiert, ist schrecklich 3.592 Weil er keine Drogen wollte: Mann (21) in Rücken gestochen 1.322 Es verschwand mit 44 Seeleuten an Bord: Verschollenes U-Boot entdeckt 6.465 Stich in den Unterleib: Mann wird beim Schwimmen tödlich verletzt 1.998 Alkohol! Horror-Crash nach Party: Junger Golf-Fahrer aus Wrack geschnitten 3.566 Reaktionen zum Merkel-Besuch: "Die Zeit für Betroffenheits-Besuche ist vorbei" 3.117 Forscher warnen: Italienischer Supervulkan könnte bald ausbrechen 2.455 Ergebnis einer Nacht: So sieht das Waffenverbot in der Berliner S-Bahn aus 441 Irre: Mann setzt 20 Euro, gewinnt fast 4 Millionen! 1.762 Auto hebt ab und kracht gegen Straßenwalze: 21-Jähriger stirbt in den Trümmern 1.770 Überraschende Sex-Beichte bei Adam sucht Eva: So viele Männer hatte Gina-Lisa bereits! 8.678 Weltbild nach Insolvenz: So steht es inzwischen um Versandhändler 955 Verfolgungsjagd mit der Polizei endet für Jugendliche nach nicht einmal einer Minute 1.059 Angebundener Hund sorgt mit Fahrradständer für Chaos und Blechschaden 4.124 "Bist du AfD-Mitglied?": Vermummte greifen Taxi-Fahrgäste mit Baseballschlägern an 7.708 Das gibt's wirklich! Anleitung zu "Wie besetze ich den Hambacher Forst?" 642 Jens Büchner schwer krank: Das sagen Kader Loth & Co. zu seinem Zustand 12.434 Nach tödlichem Flugzeug-Drama auf Wasserkuppe: Das sind die Konsequenzen 203