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Von Sachsen nach Hollywood? So einfach war's für Antje Traue nicht

Nach einem Abstecher nach Hollywood zu 'Superman' drehte die Sächsin wieder in ihrer Heimat. Wir haben ihr mal ein paar Fragen gestellt..

Von Heiko Nemitz

Erwischt! Die Schauspielerin neben Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu in Görlitz.
Erwischt! Die Schauspielerin neben Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu in Görlitz.

Dresden/Görlitz - Von Mittweida nach Hollywood - das findet Antje Traue (36) zu kurz gegriffen. Die in Sachsen geborene Schauspielerin war dennoch in einem Blockbuster zu sehen, im Superman-Film „Man of Steel“ (2013).

Jetzt dreht sie wieder in der Heimat. Ihr neuer Film „Es war einmal in Deutschland“, 2016 zu großen Teilen in Görlitz gedreht, kommt diese Woche in die Kinos. TAG24 hat mit Antje Traue gesprochen.

TAG24: Wie zufrieden sind Sie mit „Es war einmal in Deutschland“?

Antje Traue: Es ist ein anrührender Film geworden, der sich liebevoll und warmherzig mit dieser ganz besonderen Generation beschäftigt. Er ist voller Witz, obwohl das Thema so schmerzt. Zudem bin ich ein großer Fan von Sam Garbarski, unserem Regisseur. Er erzählt die Tragik dieser Zeit in einer Weise, die selten so gelingt. Ich fühle mich beschenkt an diesen Film mitgewirkt zu haben.

TAG24: Was hat Sie am Stoff gereizt?

Antje Traue: Ich war daran interessiert, weil diese Epoche bisher kaum besprochen wurde. Man muss sich ja vorstellen: der Krieg ist vorbei, die überlebenden Juden aus den Konzentrationslagern befreit, aber die Nazis sind noch da. Wie lebe ich in einem solch beschämten Land, ohne daran kaputt zu gehen? In bitterer Zeit wird Humor zum heilenden Mittel.

Antje Traue (36) war zuletzt in „Vier gegen die Bank“ und „Kundschafter des Friedens“ zu sehen.
Antje Traue (36) war zuletzt in „Vier gegen die Bank“ und „Kundschafter des Friedens“ zu sehen.

TAG24: Sie spielen einen US-Offizier, der eine Gefahr für den Helden darstellt. Eine Bösewicht-Rolle?

Antje Traue: Nein, das ist sie nicht. Sara hat einen schweren Weg zu gehen, sie hat einen Auftrag. Sie ist Jüdin, die vor dem Krieg flüchten konnte und nun 1946 mit einem großen Schuldgefühl zurückkommt und mithelfen möchte, Licht ins Dunkle zu bekommen. Hannah Arendt schrieb in „Briefe 1936-1968“, „Das größte Verbrechen ist das Vergessen.“ Sara stellt sich mit guter Absicht in den Dienst der Aufklärung. Sie wirkt dabei äußerlich vielleicht hin und wieder unsympathisch, aber ihr Konflikt ist, ein großes Verantwortungsgefühl zu verspüren und gleichzeitig mehr und mehr den Schmerz von David Behrmann zu begreifen.

TAG24: Was macht Ihnen mehr Spaß: Heldin oder Schurkin?

Antje Traue: Ich mag das Dazwischen und finde es schön, zwei Geschichten in einer Figur spielen zu können. Das ist mit Sara möglich gewesen. Das Stille an ihr hat mich gereizt, das Schuldbewusste, aber auch etwas verbissene in ihrem Wunsch nach Gerechtigkeit, diese klar gezeichnete Frau mit ihrer Uniform, die an einem Tisch sitzt und nur über das Gesicht ihre Geschichte erzählen kann.

TAG24: Im Zentrum steht das intime Duell zwischen ihrer Figur und der von Moritz Bleibtreu. Wie war Ihr Zusammenspiel?

Antje Traue: Moritz hatte mich für diese Rolle im Kopf und schlug mich Sam vor. Wir haben dann ein paar Tage geprobt und hatten eine konzentrierte und harmonische Zusammenarbeit. Moritz hat ein großes filmisches Verständnis, weiß, wie er eine Szene entwickeln möchte und hat eine ganz klare Haltung zu den Dingen. Er hat eine raumgreifende Persönlichkeit und spielt mit einer Selbstsicherheit, die mir imponiert hat.

TAG24: Die Dreharbeiten fanden in Görlitz und Weißenfels in Sachsen-Anhalt statt. Wie fühlt es sich an, nach Hollywood in Gegenden zu arbeiten, die man mit Kindheit und Jugend verbindet?

Antje Traue: Das ist schon komisch und hat etwas Unwirkliches an sich. Das hat aber nichts mit meinen Arbeiten in den USA zu tun, sondern viel mehr mit dem Zurückkommen an sich und der Frage: Was meint Heimat? Ich kenne diese Orte nur aus Kindheitserinnerungen. Es ist für mich eher ein genaueres Hinschauen, jetzt mit erwachsenen Augen. Wenn ich dort unterwegs bin, denke ich immer wieder, hier komme ich her und da erwächst schon ein Gefühl von Vertrautheit. Ich habe es als etwas Schönes empfunden, diesen Orten durch unsere Dreharbeiten etwas zurückzugeben.

In „Es war einmal in Deutschland“ spielt Antje Traue eine US-Offizierin, 
unter anderem neben Moritz Bleibtreu (hinten, M.).
In „Es war einmal in Deutschland“ spielt Antje Traue eine US-Offizierin, unter anderem neben Moritz Bleibtreu (hinten, M.).

TAG24: Sie sind in Mittweida geboren, werden gerne vereinnahmt, etwa als ‚sächsischer Shooting-Star in Hollywood‘. Mögen Sie das?

Antje Traue: Das klingt sehr leichtfüßig. Für die Medien mag das sicher griffig sein, aber das ist natürlich eine etwas verdichtete und rasante Beschreibung meines Lebens. Ich habe an vielen Orten gelebt, es waren auch unwegsame Abschnitte auf diesem Weg, den ich mir nicht immer aussuchen konnte. Von Vielem bin ich überrascht worden. Diese Überschriften gehören dazu. Ich könnte mir selbst keine gute schreiben.

TAG24: Sie haben die DDR gerade noch erlebt, gibt’s noch Erinnerungen, die Sie geprägt haben?

Antje Traue: Ich war ja erst 9, als die Mauer fiel, also habe ich nur die Kindersicht mitgenommen. Aber da gibt es schon bestimmte Strukturen - etwa in der Schule -, die mich geprägt haben, zum Beispiel der idealisierte Gehorsam, mit dem wir täglich konfrontiert waren. Wichtig war aber auch das füreinander da sein. Dieses Prinzip: Jeden Tag eine gute Tat. Das ist etwas, worauf ich bis heute achte. Das sollten wir alle wieder mehr kultivieren.

TAG24: Sie konzentrieren sich derzeit auf Deutschland. Hat man es in Hollywood schwer als Deutsche?

Antje Traue: Das hat mit Deutsch sein nichts zu tun. Es ist einfach eine aufgewühlte Zeit. Es gibt die großen Blockbuster, vieles verlagert sich ins Fernsehen, man geht weniger ins Kino, das ist für die Filmwelt eine unruhige Situation. Ich arbeite gern in den USA, aber habe auch gemerkt, dass es nicht der Ort ist, an dem ich leben möchte. Aber ich werde weiter zwischen beiden Welten reisen.

TAG24: In ihren jüngsten Filmen haben Sie vor allem Männer-Ensembles supportet. Wann kommt der Antje-Traue-Film mit Ihnen in der Hauptrolle?

Antje Traue: Das sind alles Hauptrollen, die weiblichen eben. Das ist ein großes, oft besprochenes Problem. Die Helden sind immer noch gern die Männer und es werden ihre Geschichten erzählt. Aber ich weiß ihre Frage zu schätzen. Ich bin jemand, der sich nicht vordrängt, bin manchmal langsam und taste mich da ran. Ein Projekt muss etwas mit mir machen. Ich möchte nicht einfach nur eine Hauptrolle spielen der Hauptrolle wegen. Momentan gibt es mehr Frauen in großen Rollen als je zuvor, ob in Amerika oder bei uns. Ich bin gespannt, wo es hingeht, und bleibe zuversichtlich.

Komödie über Nachkriegsdeutschland

Mit „Es war einmal in Deutschland“ erzählt Regisseur Sam Garbarski mit viel Humor von einem eher unbekannten Kapitel der deutschen Geschichte: Von Juden, die nach dem Holocaust erst einmal ausreichend Geld verdienen müssen, um sich einen Neustart im Ausland zu ermöglichen. Moritz Bleibtreu (45) spielt David Bermann, der in einem von der US-Armee errichteten Lager lebt und mit anderen jüdischen Überlebenden einen Wäschehandel aufzieht - die Hausierer agieren dabei mit Witz, Tricks und Dreistigkeit. Doch die amerikanische Offizierin Sara Simon (Traue) ist ihnen auf den Fersen. Sie bohrt unerbittlich in Davids Vergangenheit herum.

Fotos: dpa/Pawel Sosnowski

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