Nächste Bedrohung an der Ostsee! Feuerwehr warnt vor lebensgefährlichem Stoff

Scharbeutz - Die schlechten Nachrichten reißen für Urlauber an der Ostsee nicht ab! Die Badegäste werden nicht nur durch Blaualgen oder das Petermännchen bedroht, sondern auch durch kleine gelbe Klumpen.

Der Strand von Scharbeutz ist im Sommer voll mit Badegästen.
Der Strand von Scharbeutz ist im Sommer voll mit Badegästen.  © Markus Scholz/dpa

Eigentlich sehen sie ganz harmlos aus, doch sie sind hochgefährlich. Bei den kleinen gelben Steinchen, die ein Badegast am Strand von Scharbeutz entdeckte, handelt es sich um Phosphor, wie das Ordnungsamt Scharbeutz dem Abendblatt bestätigte.

Gemeinsam mit der Feuerwehr warnt die Behörde die Urlaubsgäste vor dem Einsammeln der Steine.

Der Phosphor ist leicht entflammbar und kann im schlimmsten Fall zu schweren Verbrennungen führen. Wird der Stoff erhitzt, kann eine bis zu 1300 heiße Flamme entstehen, zudem sind die Dämpfe giftig.

"Aus den Brandbomben des Zweiten Weltkrieges, die in der Ostsee liegen, wird immer wieder Phosphor freigesetzt. Leider sieht er manchmal Bernstein zum Verwechseln ähnlich", erklärt die Feuerwehr in einem Facebook-Post.

Der gefährliche Stoff werde durch Wellen und Unterströmung an den Strand gespült und wird dort zur großen Gefahr für die Badegäste. Bei der Verbrennung von Phosphor entsteht eine bis zu 1300 Grad heiße Flamme, die Dämpfe sind hochgiftig.

"Bei Kontakt mit Sauerstoff und Temperaturen zwischen 20 und 40 Grad Celsius entzündet er sich selbst", warnen die Feuerwehren der Gemeinde Scharbeutz.

Sie raten dazu, Funde nicht in Taschen einzustecken, sondern sie in nicht brennbaren Gefäßen einzusammeln und feucht zu halten. Zudem sollten umgehend die Feuerwehr oder Helfern der DLRG der Fund mitgeteilt werden.

Titelfoto: Bildmontage: Markus Scholz/dpa, Screenshot/Faceboo


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