Familie rechnet mit Verstorbener in Todesanzeige ab

Springfield - Hat sie das verdient? Kathleen Dehmlow wurde vor 80 Jahren in den USA geboren und starb am 31. Mai diesen Jahres in Springfield. Doch die letzte Passage ihres Nachrufs hat es in sich, klingt nach einer fiesen Abrechnung.

So sieht der Nachruf auf Kathleen Demlow (80) aus.
So sieht der Nachruf auf Kathleen Demlow (80) aus.  © Twitter Screenshot @RandballsStu

Die Todesanzeige der US-Amerikanerin besteht aus insgesamt fünf Absätzen. Während die ersten beiden Abschnitte sich um ihre Geburt, ihre Hochzeit und die zwei Kinder Gina und Jay drehen, wird es anschließend richtiggehend brisant.

"Im Jahr 1962 wurde sie von ihrem Schwager Lyle Dehmlow schwanger und zog nach Kalifornien." Dazu verließ sie ihre beiden Kinder, die fortan bei den Großeltern aufwuchsen.

Es folgt der letzte Abschnitt der Todesanzeige, der sehr deutliche Worte findet. "Sie starb am 31. Mai 2018 in Springfield und wird nun Gerechtigkeit erfahren. Gina und Jay werden sie nicht vermissen, und alle werden verstehen, dass ohne sie es eine bessere Welt ist."

Ziemlich harter Tobak. Wie die Huffington Post UK berichtete, löste die Anzeige auch innerhalb der Redaktion der "Redwood Falls Gazette", wo die Zeilen erschienen, heftige Diskussionen aus.

Sollte man einen solchen Nachruf veröffentlichen oder nicht? Für die Zeitung hagelte es enorme Kritik. Die Herausgeber versuchten dies damit zu rechtfertigen, dass für die Anzeige ordnungsgemäß bezahlt worden sei.

Ein Twitter-User bringt die heftigen Schluss-Statements der Todesanzeige auf den Punkt. "Das Flugzeug fliegt mit einem Banner durch die Luft: Willkommen in der Hölle, Mama", schreibt der Typ.

Leider kann Kathleen Dehmlow zu den Vorwürfen nicht mehr Stellung beziehen, weil der Tod sie eingeholt hat.


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