Kann man bald die Seele transplantieren?

"Im fremden Körper": Jeder misstraut jedem, und jeder kann jederzeit jeden denunzieren...
"Im fremden Körper": Jeder misstraut jedem, und jeder kann jederzeit jeden denunzieren...  © ARTE

TV - "Im fremden Körper" - ARTE hat eine sehr spannende Serie im Angebot, die nahezu sämtliche Bereiche des Menschseins anspricht. Was passiert, wenn man den "Geist" (also sein Innerstes, das Wesen/die Seele) in einen anderen Menschen transferiert?

In der sechsteiligen Science-Fiction Serie "Im fremden Körper" wechseln menschliche Seelen ihre Körper. Zum Teil aus Egoismus, aus Machtstreben, wegen Krankheit oder aus Eitelkeit. Knallhart gesagt: Es ist eine gesellschaftliche Schreckensvision!

In diesem "Geist-Körper"-Spiel wird man beim Zusehen konfrontiert mit: Religion, Ethik, Sex, Liebe, Alter, Gesundheit, Fanatismus, Krankheit, "Stasi", Philosophie... Keine Angst, die Serie kommt sehr rasant über den Bildschirm: Sex, Action, Intrigen, Geballer, Bomben, Verrat, Gott - kurz, alles, was eine ausgezeichnete Serie braucht.

Klar, noch spielt die Serie spielt in der Zukunft. Aber betrachtet man bisherige medizinische Fortschritte wie eine komplette Gesichtstransplantation (TAG24 berichtete) oder gar die noch 2017 angestrebte Kopftransplantation (TAG24 berichtete), scheint das französische Szenario nicht allzu weit entfernt... Gruselig? Ja!

Worum geht's? Ein Familienvater liegt nach einem Unfall im Koma. Als er wieder erwacht, muss er entdecken, dass er in einem fremden Körper lebt...

"Im fremden Körper" ist von der internationalen Jury beim Festival "Séries Mania 2017" mit dem Preis für die beste französische Serie ausgezeichnet. Und das zu Recht!

"Im fremden Körper" - Achtung, Spoiler...

Das Drehbuch zum düsteren Szenario der Serie schrieben Claude Scasso und Patrick Benedek.
Das Drehbuch zum düsteren Szenario der Serie schrieben Claude Scasso und Patrick Benedek.  © ARTE

Sechs mal 50 Minuten Spannung warten bereits >> hier in der ARTE-Mediathek. Ausgestrahlt werden die Folgen donnerstags noch bis Mitte Dezember einmal pro Woche auf ARTE.

Regisseur Olivier Guignard lässt in jedem Kapitel Freiraum für eigene Gedanken in nahezu sterilen Bildern. Die Sequenzen sind allzu nah am Menschen, scheuen keine Gewalt, keinen Blick ins Leben der "getauschten" Seelen. Ein Mörder kann in einem süßen kleinen Mädchen stecken, eine alte Pianistin in einer jungen, ein Professor im Körper eines Studenten.

Allerdings ist der Körper-Wechsel-Dich-Prozess noch nicht ganz ausgereift. Immer wieder stoßen Körper die fremden Identitäten ab, die Betroffenen werden irre, wesensfremd, und so auch zur Gefahr für ihre Umwelt.

So beginnt das wirre Spiel um Leben und Seele: Während eines Bootsausflugs mit seiner Familie hat Florian Bassot einen Unfall. Fünf Jahre später erwacht er aus dem Koma – in einem fremden Körper. Es ist also möglich geworden, den Geist eines Menschen in den Körper eines anderen zu transferieren. An dieser Figur werden sich alle ihn kreuzenden Personen zerreiben bis hin zum überraschenden Ende.

Eine wilde Jagd beginnt - auf die Transferierten, die Transferierenden und jene, die daraus Profit schlagen... Gibt es einen Ausweg?

Fünf Jahre nach dem Unfall erwacht Florian Bassot aus dem Koma – in einem fremden Körper. Das Spiel beginnt...
Fünf Jahre nach dem Unfall erwacht Florian Bassot aus dem Koma – in einem fremden Körper. Das Spiel beginnt...  © ARTE

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