Villach (Österreich) - Man möchte es sich nicht vorstellen, wie schlimm dieser Unfall hätte enden können: Auf der Karawanken Autobahn A11 im österreichischen Bundesland Kärnten ist am Freitag eine fünfköpfige Familie mit ihrem Auto verunglückt. Als das Fahrzeug schon in Flammen stand, sollen noch mehrere Personen darin eingeklemmt gewesen sein.
Laut einem Polizeisprecher geschah das Unglück morgens gegen 6.25 Uhr in Fahrtrichtung Villach kurz nach der Raststätte Rosegg. Demnach war die Fahrerin (39) des Wagens aus noch unbekannter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und auf Höhe eines Parkplatzes in eine Absperrung gekracht.
Das Auto blieb nahe der Mittelleitplanke stehen. Wie ein Sprecher der Hauptfeuerwache Villach berichtete, ging es in Flammen auf.
Es brannte zwar nicht mehr, als die Feuerwehrleute am Unfallort eintrafen, aber es sei noch eine Person eingeklemmt gewesen. Glücklicherweise hatte ein anderer Autofahrer mit einem Handfeuerlöscher eingreifen können.
Die Fahrerin und drei Kinder seien bereits vom Rettungsdienst versorgt worden. Mindestens zwei von ihnen sollen Medienberichten zufolge vorher ebenfalls in dem Fahrzeug eingeklemmt gewesen sein.
Haben andere Autofahrer einfach zugesehen und fotografiert?
Die Feuerwehr befreite schließlich den Beifahrer. Alle fünf Personen haben Verletzungen "unbestimmten Grades" erlitten und wurden ins Krankenhaus gebracht. Bei der Fahrerin wurde zudem ein Atemalkoholtest durchgeführt, der negativ ausfiel.
Ein Ersthelfer und Feuerwehrmann äußerte unter anderem in der Kronen Zeitung heftige Kritik an anderen Autofahrern, die nicht geholfen haben sollen, als ein Teil der Familie sich zunächst nicht aus dem brennenden Auto befreien konnte.
Er und eine weitere Person seien als Einzige zu Hilfe geeilt. Während derjenige das Feuer löschte, habe er selbst sich um ein schwer verletztes Mädchen auf dem Rücksitz gekümmert.
Sonst sei niemand aus seinem Auto ausgestiegen, stattdessen seien Fotos von der Unfallstelle gemacht worden.
Während der Unfallaufnahme musste die Autobahn bis nach 8 Uhr gesperrt, der Wagen später abgeschleppt werden.