Von Matthias Kuhnert, Emilio Rappold
Berlin - Eigentlich wollte sie doch nur ihre spanische Heimat besuchen. Das verheerende Zugunglück kostete der Leichtathletin Julieta Gallego jedoch das Leben! Sie wurde nur 24 Jahre alt.
Wie der spanische Rundfunk RTVE berichtet, kam die Athletin bei der folgenschweren Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der Provinz Toledo ums Leben.
Am Mittwochmorgen waren die Züge nahe der Kleinstadt Urda, rund 130 Kilometer südlich von Madrid, zusammengestoßen. Mindestens 69 Menschen starben - darunter auch die Leichtathletin.
Gallego lebte zuletzt in Deutschland, laut spanischer Huffington Post wohl in Berlin.
Gallego war Mitglied des Madrider Leichtathletikvereins AD Sprint und gehörte dort zum Sprungteam. Spanischen Medien zufolge hatte die Weitspringerin die Deutsche Schule in Madrid besucht und sprach fließend Deutsch.
Ermittlungen zur Ursache der Katastrophe laufen weiter
Die Nachricht von ihrem Tod löste in der spanischen Leichtathletikszene große Bestürzung aus. Ihr Verein verabschiedete sich in den sozialen Netzwerken mit bewegenden Worten von der jungen Sportlerin.
"Heute ist ein sehr trauriger Tag für die gesamte AD Sprint-Familie. Wir nehmen Abschied von unserer Athletin Julieta Gallego, einem Mitglied unseres Sprungteams, die bei dem tragischen Zugunglück in Urda (Toledo) ums Leben kam", teilte der Verein bei Instagram mit.
Auch der Königliche Spanische Leichtathletikverband (RFEA) sprach der Familie, den Angehörigen und den Vereinskollegen sein Beileid aus. "Die spanische Leichtathletikfamilie trauert um den Tod von Julieta Gallego, einer Athletin des Vereins AD Sprint, bei dem Zugunglück in Urda (Toledo)", hieß es in einer Mitteilung.
Während Familie, Freunde und Sportkameraden um die junge Frau trauern, laufen die Ermittlungen zur Ursache der Katastrophe weiter.
Der Präsident der Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, sagte derweil, er sei "vorsichtig optimistisch", dass man an der Unglücksstelle in Urda in der Provinz Toledo rund 130 Kilometer südlich von Madrid keine weiteren Todesopfer finden werde.