Marienborn - Kuriose Wendung! Einer von drei Schwerlasttransportern, die seit Dienstagnacht in einer Baustelle auf der A2 feststecken, ist über Nacht spurlos verschwunden. Die anderen zwei Lkw bleiben zurück - und stehen dort wohl auch noch eine ganze Weile.
Wie MDR Sachsen-Anhalt erfuhr, entdeckten Polizeibeamte am frühen Mittwochmorgen, dass einer der liegen gebliebenen Transporter fehlte. Wann und wie er den Bereich verlassen hat, ist derzeit noch unklar.
Die beiden übrigen Laster sollen noch einige Wochen vor Ort ausharren. Da die Schwerlasttransporter mitten in der Baustelle stehen, würden sie derzeit den Verkehr nicht behindern.
Man müsse warten bis "die Baustellensituation eine gefahrlose Durchfahrt der Transporte ermöglicht", teilte die Polizeiinspektion (PI) Magdeburg mit.
In der Nacht auf Dienstag fuhr zunächst ein 55-jähriger polnischer Fahrer seinen Schwerlasttransporter durch die Baustelle auf der A2 nahe Marienborn an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen in Richtung Hannover.
Hohe Geldbuße für Fuhrunternehmen
Aufgrund seiner Überbreite blieb der Laster an einer Betonschutzwand hängen. Hinter ihm bildete sich Stau, wo sich zwei weitere Schwerlasttransporter des gleichen Unternehmens befanden. Die drei Fahrzeuge wurden dann im Baustellenbereich abgestellt, damit der Verkehr wieder fließen konnte.
Das Malheur wird für das Fuhrunternehmen jetzt teuer: Wie die PI weiter mitteilte, besaßen die Fahrer zwar die richtigen Genehmigungen, es wurden aber Mängel bei der Ladungssicherung festgestellt. Auch ist es die Pflicht der Fahrer, sich vor Fahrtantritt mit der Straßenführung vertraut zu machen.
Es wurden mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, die mit Geldbußen im hohen vierstelligen Bereich geahndet werden.
Einen ähnlichen Vorfall gab es vor etwa zwei Wochen auf der A14 in Richtung Dresden: Dort hatte sich ebenso ein Schwerlasttransporter festgefahren.