Schwerlaster stecken in A2-Baustelle fest und sorgen für Ärger: Wer ist schuld?
Marienborn - In einer Baustelle auf der A2 stecken seit Dienstag mehrere Schwerlasttransporter fest und bleiben dort wohl auch noch eine Weile. Damit nicht genug: Jetzt gibt es Streit, wer der Schuldige in dem Vorfall ist.
Nachdem sich in der Nacht auf Dienstag drei Schwerlasttransporter bei Marienborn (Sachsen-Anhalt) festgefahren hatten, sah die Polizeiinspektion Magdeburg die Schuld zunächst bei den Fahrern bzw. bei dem Fuhrunternehmen.
Es habe Mängel bei der Ladungssicherung gegeben, auch müssten sich die Fahrer vor Fahrtantritt mit der Straßenführung vertraut machen. Dem Unternehmen winkt nun ein dickes Bußgeld sowie die Rechnung für den Polizeieinsatz.
Das polnische Fuhrunternehmen weist die Anschuldigungen aber von sich. Alle drei Transporter hatten vorab eine Genehmigung erhalten, auch sei die verengte Baustelle nicht ersichtlich gewesen, sagten sie gegenüber MDR Sachsen-Anhalt.
Einen vergleichbaren Fall habe es in 30 Jahren Firmengeschichte nicht gegeben. Für die Spediteure entstehen nun hohe Kosten, da die drei Laster eigentlich schon für weitere Transporte gebucht waren.
Autobahnpolizei kritisiert Baustelle
Auch kam jetzt ans Licht, dass die Autobahnpolizei Braunschweig die besagte Baustelle von vornherein als "problematisch" angesehen habe, berichtet der MDR weiter.
Demnach wurden viele Genehmigungen für Schwerlasttransporte erteilt, bevor die Baustelle überhaupt eingerichtet worden war. Dies könnte dazu geführt haben, dass die Fahrer das Durchfahrtsverbot zu spät erkannt haben.
In der Nacht auf Dienstag fuhr zunächst ein Schwerlasttransporter in die Baustelle auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover und blieb an einer Betonwand hängen. Es entstand Stau, in dem die Polizei zwei weitere Transporter desselben Unternehmens festgestellt hatte.
Die drei Lkw wurden inmitten der Baustelle abgestellt und sollen dort bleiben, bis geklärt werden konnte, wie sie sicher die Engstelle passieren können.
Einer der drei Transporter ist jedoch auf mysteriöse Weise verschwunden.
Titelfoto: Matthias Bein/dpa

