Geisterfahrerin rast über A3: Polizeistreife entgeht Frontalcrash nur knapp - vier Verletzte
Erlangen - Eine Geisterfahrerin hat am Montagmorgen auf der A3 bei Erlangen-West einen schweren Unfall verursacht. Ihr Seat krachte in einen Gefahrguttransporter und zwei weitere Autos. Bei dem Crash wurden insgesamt vier Menschen verletzt.
Die Fahrerin des Seat aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt war nach Kenntnissen der Polizei schon ab der Anschlussstelle Höchstadt-Ost als Geisterfahrerin in Richtung Regensburg unterwegs.
Für eine Polizeistreife wurde es dabei brandgefährlich: Die Beamten waren gerade auf dem Weg zu einem anderen Unfall, als ihnen der Seat entgegenkam. Nur durch ein Ausweichmanöver konnten sie einen Frontalcrash verhindern. Kurz darauf krachte die Geisterfahrerin jedoch in zwei Autos und einen Sattelzug.
Weil der Lastwagen als Gefahrguttransporter unterwegs war und sich noch Benzinreste im Tank befanden, wurde der Unfallbereich vorsorglich großräumig abgesperrt. Die Wucht des Crashs hinterließ auf der Autobahn ein riesiges Trümmerfeld.
Vier Menschen wurden verletzt: Zwei kamen mit leichten, zwei weitere mit mittelschweren Verletzungen davon. Wer in welchem Fahrzeug saß, war zunächst noch unklar.
Polizei geht gegen Gaffer vor
Während Polizei, Feuerwehr und ein Unfallsachverständiger vor Ort klärten, wie es zu dem Zusammenstoß konnte, liefen die Bergungs- und Reinigungsarbeiten auf Hochtouren.
Zudem musste die Unfallstelle genau vermessen werden. Deshalb blieb die A3 in dem betroffenen Abschnitt für längere Zeit komplett gesperrt. Auch gegen Schaulustige gingen die Einsatzkräfte vor - mindestens ein Gaffer wurde zur Rechenschaft gezogen.
Titelfoto: NEWS5 / Lars Haubner
