Hohenstein-Ernstthal - Nach dieser Fahrt muss sich ein 49-jähriger Škoda-Fahrer wegen mehrerer Vergehen verantworten. Der Deutsche kollidierte nicht nur mit zwei Autos und fuhr davon, sondern beschimpfte unter anderem auch die Polizeibeamten.
Der 49-jährige Deutsche war am Mittwochabend auf der A4 in Richtung Chemnitz unterwegs. Wie die Polizei mitteilte, streifte er kurz vor der Anschlussstelle Wüstenbrand (Landkreis Zwickau) beim Vorbeifahren einen Ford-Kleinbus (Fahrer: 36) und setzte seine Fahrt rücksichtslos und unerlaubt fort.
Einige hundert Meter vor der Anschlussstelle Limbach-Oberfrohna kam es dann zu einem weiteren Unfall - offensichtlich mit demselben Škoda-Fahrer.
Derzeitigen Erkenntnissen der Polizei zufolge fuhr er dort auf einen vorausfahrenden BMW (Fahrer: 62) und setzte seine Fahrt erneut einfach fort.
Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen konnten Polizisten den mutmaßlich beteiligten Škoda sowie dessen mutmaßlichen Fahrer in Gornau feststellen.
Bei der Überprüfung des 49-Jährigen erhärtete sich der Verdacht, dass dieser unter Alkoholeinfluss stand. Es folgte eine Blutentnahme.
Doch die Gefährdung des Straßenverkehrs und das unerlaubte Entfernen vom Unfallort sollten an dem Abend nicht die einzigen Vergehen des 49-Jährigen sein, die Anzeigen mit sich bringen.
Beamtenbeleidigung und Volksverhetzung
Während der polizeilichen Maßnahmen leistete der Škoda-Fahrer Widerstand gegen die Beamten. Er versuchte abzuhauen, beschimpfte die Polizisten und tätigte volksverhetzende Äußerungen.
Daraufhin folgten zu den bereits genannten Anzeigen auch weitere wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Volksverhetzung.
Seinen Führerschein sieht er vorerst auch nicht so schnell wieder. Den behielten die Polizeibeamten ein.
Bei den Unfällen entstand ersten Schätzungen der Polizei zufolge ein Sachschaden von insgesamt etwa 25.500 Euro.