Wiedemar - Das geistesgegenwärtige Handeln eines Lkw-Fahrers hat am Freitagnachmittag auf der A9 Schlimmeres verhindert. Mitten auf der Autobahn waren Strohballen, die auf seinem Sattelzug geladen waren, plötzlich in Brand geraten!
Alarmiert wurde der Brummi-Fahrer auf der A9 in Richtung Berlin durch mehrere entgegenkommende Fahrzeuge, die ihn mit Lichthupen auf die Rauchentwicklung aufmerksam machten.
"Den ersten von mehreren Notrufen erhielten wir um 13.59 Uhr", sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle auf TAG24-Nachfrage.
Geistesgegenwärtig steuerte der Lkw-Fahrer sein Gespann an der Anschlussstelle Wiedemar (Landkreis Nordsachsen) von der Autobahn ab und fuhr direkt in ein nahegelegenes Industriegebiet in der Zeppelinstraße. Dort gelang es ihm noch rechtzeitig, die Zugmaschine vom brennenden Sattelauflieger zu trennen.
Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Wiedemar, Lissa, Schkeuditz, Khyna und Kölsa trafen rasch vor Ort ein und konnten eine Ausbreitung der Flammen verhindern.
Mittels eines Gabelstaplers wurden die einzelnen Strohballen dann schrittweise vom Auflieger abgeladen, um verbliebene Glutnester im Inneren gezielt abzulöschen.
Dank des schnellen Eingreifens blieben sowohl die Zugmaschine als auch der Auflieger weitgehend unbeschädigt. Die Autobahnpolizei war vor Ort und nahm die Ermittlungen auf. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist derzeit noch unklar.