Tragischer Unfall auf Biogasanlage: Mann wird von Welle zu Tode gedrückt
Vahldorf - Er galt unter seinen Kollegen als der Experte, der die schwierigen Aufgaben übernahm. Bei der Montage eines Silos auf dem Gelände einer Biogasanlage in Vahldorf (Landkreis Börde) fand ein 38-jähriger Leipziger am Mittwochmorgen auf tragische Weise den Tod: Wie die Polizei berichtet, wurde er von einer Maschine erfasst und tödlich verletzt.
Genaue Details zur Maschine konnte Polizeisprecher Joachim Albrecht vom Polizeirevier Börde nicht nennen. Nur so viel, dass es sich um eine Gerätschaft handelt, die das Silo in der Luft hält, während es aufgebaut wird.
"Beim Bau eines Silos ist es wohl üblich, mit dem Dach zu beginnen. Dieses wird dann nach oben gezogen und die darauffolgenden Ebenen Stück für Stück daran montiert", so der Polizeisprecher gegenüber TAG24.
Der genaue Ablauf des tragischen Vorfalls werde derzeit noch ermittelt. Bereits der aktuelle Stand liefert jedoch grausige Details. So soll sich der 38-Jährige mit einem Kleidungsstück in einer Welle der Maschine verfangen haben. "In diese wurde er dann hineingezogen und zerdrückt", sagte Albrecht. Für ihn kam jegliche Hilfe zu spät.
Besonders tragisch: Der 38-Jährige galt unter seinen Kollegen offenbar als erstklassiger Mitarbeiter, wie Polizeisprecher Albrecht es ausdrückte.
Der Leichnam sei sichergestellt worden und befinde sich derzeit in der Rechtsmedizin. "Es wird nun geprüft, ob eine Obduktion durchgeführt werden muss."
Am Ort des Arbeitsunfalls untersuchten Kriminalbeamte sowie Mitarbeiter des Landesamtes für Verbraucherschutz das Geschehen. Zudem wurde ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams informiert, der vor Ort entsprechende Maßnahmen einleitete.