Junge taucht mit Vorhängeschloss um den Hals in Supermarkt auf: Schrecklich, was er durchmachen musste

Velikovechnoye (Russland) - Als der zehnjährige Tikhon von Einsatzkräften gefunden wurde, hatte der Junge eine schwere Eisenkette um seinen Hals hängen, die mit einem großen Vorhängeschloss gesichert war.

Der 10-Jährige wurde mit einem Vorhängeschloss um den Hals gefunden.
Der 10-Jährige wurde mit einem Vorhängeschloss um den Hals gefunden.  © Twitter

Tikhon war geflohen - vor seinem eigenen Vater. Der Mann, der ihn mit der Metallkette gefesselt und im Schuppen eingesperrt hatte. Und das war nicht das erste Mal, dass Tikhon so etwas durchleben musste.

Sein Vater, ein 46-jähriger Geschäftsmann und angehender Politiker, hatte seinen Sohn an jenem Tag mal wieder angekettet, um ihn zu bestrafen. Anschließend verließ er das Haus, da seine neue Frau in den Wehen lag und in eine Klinik gebracht werden musste.

Währenddessen gelang es dem Zehnjährigen sich zu befreien, indem er die Holzstange, an dem die Eisenkette befestigt war, zerbrach. Noch mit dem Vorhängeschloss um den Hals rannte der Junge in einen nahe gelegenen Supermarkt.

Dort wollte er allerdings nicht auf seine grausame Situation aufmerksam machen. Tikhon hatte schrecklichen Hunger, er war zu diesem Zeitpunkt mehrere Tage ohne etwas zu Essen angekettet gewesen.

Leibliche Mutter ist geschockt

Der Junge wurde von seinem Vater häufiger angekettet und weggesperrt. (Symbolbild)
Der Junge wurde von seinem Vater häufiger angekettet und weggesperrt. (Symbolbild)  © 123RF/ Jan Andersen

Als die Mitarbeiter den Jungen mit der Eisenkette um den Hals bemerkten, bettelte er sie, seinem Vater nicht zu erzählen, dass er geflohen sei. Doch die Angestellten alarmierten sofort die Polizei. Die hinzugerufene Feuerwehr befreite Tikhon schließlich von seinen Fesseln.

Während man den Jungen untersuchte, murmelte dieser, dass ihn sein Vater regelmäßig im Keller des Hauses einsperrte, oder in den oberen Stockwerken an den Heizungen festkettete. Oft musste Tikhon dort mehrere Tage verharren.

Die Rettungskräfte brachten den Zehnjährigen in eine Klinik, anschließend wurde er einem Sozial-Rehabilitationszentrum übergeben.

Unterdessen meldete sich auch die leibliche Mutter des Opfers. Die Russin sei geschockt, was ihr Ex-Mann mit ihrem Kind angestellt hätte und sie "werde alles tun", um zu verhindern, dass Tikhon wieder zum 46-Jährigen zurückkehren müsse. "Ich möchte, dass er bei mir ist und nicht bei seinem Tyrannen-Vater."

In der Schule hätte man gemerkt, dass mit dem Zehnjährigen etwas nicht stimmte. Die Behörden hätten aber trotz der geäußerten Bedenken der Lehrer nichts unternommen, schreibt Daily Mail.

Die Polizei ermittelt nun gegen Tikhons Horror-Vater. In einem ersten Verhör behauptet der Geschäftsmann, sein zehnjähriger Sohn hätte sich selber mit der Kette um den Hals gefesselt.

Was wirklich im russischen Dorf Velikovechnoye geschah, müssen jetzt die Ermittler klären.


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