Sechsfache Mutter missbraucht 13-jährigen Jungen

Ob der 13-Jährige psychologische Schäden davonträgt, ist schwer zu sagen. (Symbolbild)
Ob der 13-Jährige psychologische Schäden davonträgt, ist schwer zu sagen. (Symbolbild)  © 123RF

Herford - Wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines 13-jährigen Jungen muss sich nun eine 37-jährige Frau aus aus Vlotho vor dem Herforder Schöffengericht verantworten.

Zwischen der sechsfachen Mutter und dem Jungen soll es im September 2017 zu einem intimen Kuss gekommen sein, ehe es dann darauf zu einem sexuellen Kontakt kam.

"Ich hatte viele Probleme in meiner Ehe", erklärte die Angeklagte laut Informationen der Neuen Westfälischen. Die Frau gab an, dass sie mit dem Sohn einer Bekannten Handynachrichten geschrieben und mit ihm über ihre Probleme geredet habe. Schließlich entwickelte sich daraus eine Beziehung.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit erklärte der 13-Jährige hingegen, dass er von der Vlothoerin unter Druck gesetzt worden sei.

Für den Verteidiger der Angeklagten war schon im Vorfeld klar, dass der Missbrauch nur eine Bewährungsstrafe nach sich ziehen würde, da das Opfer keine schweren psychologischen Spätfolgen erlitten habe. Am Ende sah das Urteil aber ganz anders als erwartet aus, obwohl die 37-Jährige ein umfangreiches Geständnis ablegte.

Die Richterin Alexandra Sykulla folgte nämlich der Forderung der Staatsanwältin und verurteilte die Frau zu zwei Jahren und sechs Monaten Knast. Nach dem Urteil stellte Sykulla klar: "Ich bin weit davon entfernt zu sagen, dass der 13-Jährige keine psychischen Schäden davon trägt."

Gegen das Urteil kann die Angeklagte noch in Berufung gehen.

Titelfoto: 123RF


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