Mädels, ihr seid die Besten! DSC ist Pokalsieger

Die DSC-Schmetterlinge Jennifer Cross und Michelle Bartsch beim Rettungsversuch.
Die DSC-Schmetterlinge Jennifer Cross und Michelle Bartsch beim Rettungsversuch.

Von Tina Hofmann und Steffen Grimm

Mannheim – Mädels, das war einfach nur ganz großes Kino! Die Volleyball-Girls vom DSC haben sich am Sonntagnachmittag den vierten Pokalsieg der Vereinsgeschichte gesichert.

Das Team von Trainer Alexander Waibl setzte sich vor 12.000 Zuschauern in der SAP-Arena in Mannheim mit 3:2 (25:22, 20:25, 25:18, 17:25, 15:10) gegen Titelverteidiger Allianz MTV Stuttgart durch.

Damit wird der Meistermacher, der ab Sommer auch die tschechische Nationalmannschaft trainiert, immer erfolgreicher. Zwei Meistertitel, zwei Pokalsiege, ein Europapokalsieg und drei Vizemeisterschaften gehen nun schon auf sein Konto.

Nach dem Matchball kannte der Jubel bei den Mädels und den mitgereisten DSC-Fans keine Grenzen mehr.

312 der 870 Anhänger war vor dem Spiel per Sonderzug aus Dresden angereist und sie dürfen sich jetzt ab 20.30 Uhr auf eine feuchtfröhliche Rückfahrt freuen. Allerdings steigt die Party des frisch gebackenen Pokalsiegers im eigenen Bus, weil am Mittwoch schon wieder das Bundesliga-Spiel gegen die VolleyStars Thüringen auf dem Programm steht.

Kristina Mikhailenko (hinten) findet die Lücke zwischen Deborah van Daelen (12) und Nichole Lindow.
Kristina Mikhailenko (hinten) findet die Lücke zwischen Deborah van Daelen (12) und Nichole Lindow.

Im ersten Satz war den DSC-Girls keine große Aufregung anzumerken. Mit einem Lachen auf dem Gesicht legte der deutsche Meister gleich mit 8:5 zur ersten technischen Auszeit durch.

Alexander Waibl ließ Kapitän Katharina Schwabe von Beginn an auflaufen. Immer wieder konnte sich der DSC einen Vorsprung erarbeiten, war in Abwehr und Block hellwach. Den zweiten Satzball schmetterte Kristina Mikhailenko zur 1:0-Satzführung ins gegnerische Feld.

Der zweite Durchgang lief genau andersherum. Stuttgart war nun bärenstark in der Abwehr und zeigte im Angriff unheimlich viel Power. Dem DSC unterlief der eine oder andere Fehler zu viel, ein Aufschlag ins Aus von Katharina Schwabe bedeutete das 1:1.

Myrthe Schoot (li.) bei der Annahme, Laura Dijkema schaut zu.
Myrthe Schoot (li.) bei der Annahme, Laura Dijkema schaut zu.

Der dritte Durchgang war nichts für schwache Nerven. Der Meister startete nicht gut, Stuttgart schien sich bei der 10:5-Führung schon in einen Rausch zu spielen.

Doch plötzlich waren die großen Emotionen beim DSC wieder da. Punkt für Punkt kämpfte sich die Mannschaft heran und setzte sich am Ende durch zwei wunderbare Aufschlagserien von Laura Dijkema und Michelle Bartsch ab. Stuttgart servierte beim zweiten Satzball ins Aus - 2:1-Führung für den DSC.

Im vierten Abschnitt lief bei Myrthe Schoot und ihren Mitspielerinnen nicht viel zusammen. Trainer Alexander Waibl wechselte, doch auch das brachte nichts. Folgerichtig musste die Pokalentscheidung m Tie-Break fallen.

In dem ging es heiß her. Der DSC führte mit 7:4 - Auszeit Stuttgart. Doch zwei Fehler des Meisters ließen Stuttgart auf 6:7 herankommen, bei 8:6 wurden die Seiten das letzte Mal gewechselt. Bis dahin hatte das Waibl-Team noch nicht einen Satz auf dieser Spielfeldhälfte gewonnen.

Und das sollte sich ändern. Denn der Pokalverteidiger agierte stark, beim 9:9 musste Waibl eine Auszeit nehmen. Beim 12:10 hatten die Girls die Nase vorn - Auszeit Stuttgart. Und dann zog der DSC das Ding.

Nach dem Sieg kannte der Jubel bei Katharina Schwabe und Co. keine Grenzen mehr.
Nach dem Sieg kannte der Jubel bei Katharina Schwabe und Co. keine Grenzen mehr.

Fotos: Lutz Hentschel


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