Sie gaben ihren Job auf und verloren wegen VW alles!

Thomas Hennig (53, l.) und Ralf Preuhs (53,r.) sind sauer auf VW.
Thomas Hennig (53, l.) und Ralf Preuhs (53,r.) sind sauer auf VW.

Von Bernd Rippert

Chemnitz/Zschopau - Volkswagen wirft im Zuge des Abgas-Skandals 640 Leiharbeiter raus. Zu den ersten Eingesparten zählen sich die Leiharbeiter Ralf Preuhs (53) aus Chemnitz und Thomas Hennig (53) aus Zschopau.

Als ihre Verträge im Motorenwerk Chemnitz im September nach drei Jahren nicht verlängert wurden, war der Abgas-Skandal in den USA längst aufgeflogen. Kurz nach ihrem Rauswurf gab Volkswagen ein Sparprogramm bekannt.

Thomas Hennig: „Deshalb mussten wir Leiharbeiter der VW-Autovision als Erste gehen.“ Für sie ist das Ende bei der VWTochterfirma der nächste Skandal: „Wir haben unsere alten Jobs als Elektriker und Autoschlosser aufgegeben, um bei VW neu anzufangen“, so Preuhs. „Jetzt sind wir beim Arbeitsamt.“

Ralf Preuhs und Thomas Hennig sind von ihrem letzten Arbeitgeber enttäuscht. „Wir durften als Leiharbeiter kein Namensschild tragen, nicht auf dem VWParkplatz parken, bekamen kein 13. Monatsgehalt, waren Arbeiter zweiter Klasse“, klagt Thomas Hennig. „Wir waren nur zuerst draußen.“

Die Vorwürfe weist Jens Rothe (45), Betriebsrats-Chef von VW Sachsen, zurück: „Es ist nicht unüblich, dass Verträge von Leiharbeitern nicht verlängert werden. Aber wir arbeiten mit unseren Kollegen in Wolfsburg an einer Lösung des Problems.“

Foto: Maik Börner


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