Wem gehörte diese goldene Kalaschnikow?

Kurator Magnus Pahl (40) präsentiert die seltsame KGB-Auszeichnung.
Kurator Magnus Pahl (40) präsentiert die seltsame KGB-Auszeichnung.

Von Eric Hofmann

Dresden - Auch unter kalten Kriegern gibt es Nettigkeiten: Wem der sowjetische Geheimdienst KGB eine Freude machen wollte, der bekam eine Kalaschnikow. Aber nicht in der einfachen Ausführung, sondern mit Gold überzogen.

Stasi-Boss Erich Mielke (†92) war alles andere als ein Sympathieträger, doch die Genossen der Sowjetunion mochten den Oberspitzel.

Dafür bekam er ein Messer mit Goldgriff, ein Abzeichen und die goldene Kalaschnikow. Diese wollte sich jetzt eigentlich das Militärhistorische Museum Dresden schnappen, kam aber leider zu spät.

„Wir hatten den privaten Sammler, der sie mittlerweile besitzt, kontaktiert“, sagt Kurator Magnus Pahl (40). „Aber der hatte sie schon an das Museum in Steyer ausgeliehen.“

Doch offenbar hat der Mann einen wahren KGB-Schatz zuhause: „Er hatte noch eine weitere goldene Kalaschnikow, die er uns zur Verfügung stellen konnte“, erklärt Pahl. „Wer diese ursprünglich besaß, wissen wir aber nicht.“

Fest steht nur, dass die Waffe nicht mehr schussfähig ist. Ob sie das jemals war, ist ebenfalls unbekannt. „Unter Umständen wurden diese Waffen auch gleich als Deko verschenkt.“ Zu sehen ist diese kuriose Auszeichnung ab 18. März in der Sonderausstellung „Achtung Spione!“

Ab 18. März kann das gute Stück im Militärhistorischen Museum bestaunt werden.
Ab 18. März kann das gute Stück im Militärhistorischen Museum bestaunt werden.
Auch Stasi-Boss Erich Mielke (†92) hatte eine goldene Kalaschnikow.
Auch Stasi-Boss Erich Mielke (†92) hatte eine goldene Kalaschnikow.

Fotos: ullstein - Succo, Eric Münch (2)


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