Trauriger Rekord: Nie waren so viele Menschen zur Flucht gezwungen Top Flüchtlinge an Grenze abweisen: Bringt Seehofers Plan überhaupt etwas? Top Dreiste Mogelpackung! Mit dieser neuen Masche führt Euch Milka an der Nase herum Top Laster kracht in Hauswand: Frau beim Kochen von Trümmern eingeklemmt Top Wenn Dir diese Zeichen etwas sagen, sollten wir reden! 31.808 Anzeige
1.397

Dr. Hussein Jinah. Der gute Mensch aus Indien

Dresden - Die Welt schaut in diesen Monaten auf unsere Stadt. Es heißt, hier herrsche Misstrauen gegenüber Fremden. Doch das stimmt nicht! Unsere Stadt ist weltoffen. Mit der Serie „Willkommen in Dresden“ treten wir hier jeden Mittwoch den Beweis an. Heute: der Inder Dr. Hussein Jinah.

Die Welt schaut in diesen Monaten auf unsere Stadt. Es heißt, hier herrsche Misstrauen gegenüber Fremden. Doch das stimmt nicht! Unsere Stadt ist weltoffen. Mit der Serie „Willkommen in Dresden“ treten wir hier jeden Mittwoch den Beweis an. Heute: der Inder Dr. Hussein Jinah.

Hussein Jinah vor dem Dresdner Rathaus. Er arbeitet in der Stadtverwaltung als freigestelltes Mitglied des Personalrates.
Hussein Jinah vor dem Dresdner Rathaus. Er arbeitet in der Stadtverwaltung als freigestelltes Mitglied des Personalrates.

Von Torsten Hilscher

Dresden - Das ist mal ein schöner Fall von Ämterhäufung: Der Inder Hussein Jinah (57), promovierter Elektroingenieur und diplomierter Sozialpädagoge, kümmert sich in zehn (!) Vereinigungen und Vereinen um das Wohl der Stadt. Neben seinem eigentlichen Job. Am liebsten ist er aber Papa für seine Tochter Luisa (7).

Jinah lebt seit 1985 in Dresden. Damals war Indien auch auf einer Art sozialistischem Weg und darum bei der DDR beliebt. Beide Länder vereinbarten enge Zusammenarbeit, so beim Studentenaustausch. Der junge Mann aus der Provinz Gurjat hatte in seinem Heimatland gerade seinen Bachelor für Elektrotechnik erworben.

In Dresden, an der Technischen Universität (TU), wollte er den Master draufsetzen, was dem deutschen Diplom entsprach. Danach machte er seinen Doktor.

Helfen im Sächsischen Flüchtlingsrat lautet nur eine der ehrenamtlichen Aufgaben, die Jinah (l.) übernommen hat.
Helfen im Sächsischen Flüchtlingsrat lautet nur eine der ehrenamtlichen Aufgaben, die Jinah (l.) übernommen hat.

„Aber das war 1991, die Zeit des Umbruchs“, berichtete Jinah. „Auch nach 100 Bewerbungen in Ost und West wollte mich niemand haben.“ Schließlich wurde er Sozialarbeiter beim Dresdner Jugendamt. Weil das dem wissbegierigen Mann aber nicht reichte, ging’s zurück an die TU: Dort absolvierte er bis 1997 berufsbegleitend ein Studium zum Sozialpädagogen.

Es folgten Jahre als Streetworker - der Doc betreute Jugendliche mit Migrationshintergrund. „Es war eine schöne Zeit; auch, weil ich ihnen das Gefühl geben konnte, dass sie einen Ansprechpartner haben.“

Gleichzeitig hätten einheimische Jugendliche ihn als Mensch mit Migrationshintergrund erlebt. „Das half, Berührungsängste und Vorurteile abzubauen.“ Eine wichtige Zeit für ihn. Aber eine schwierige. Bei seiner Lebensgefährtin und späteren Ehefrau war Krebs diagnostiziert worden, an dem sie 1999 starb. Sie war es gewesen, wegen der er in Dresden geblieben war.

Ob Sozialarbeiter, Politiker oder Vereinsfreunde: Das Engagement von Hussein Jinah (2.v.re) ist in der ganzen Stadt gefragt. Hier debattiert er mit Mitgliedern des Ausländerrates.
Ob Sozialarbeiter, Politiker oder Vereinsfreunde: Das Engagement von Hussein Jinah (2.v.re) ist in der ganzen Stadt gefragt. Hier debattiert er mit Mitgliedern des Ausländerrates.

Inzwischen ist die Stadt auch so „sein Dresden“ geworden. Mit allen Verwerfungen: Stichwort Pegida: „Es hat mich wirklich überrascht, wie diese fremdenfeindliche Einstellung hochkam.“

Jinah holt tief Luft. „Es macht mich traurig, und ich bin irgendwie auch erschreckt. Warum bloß haben Menschen eine so fremdenfeindliche Einstellung? Sind das alles Trittbrettfahrer?“ Denn Dresden sei doch eigentlich eine freundliche, offene, humanistische Stadt“, schätzt er kopfschüttelnd ein.

Selbst im Ausland werde er darauf angesprochen, wie erst kürzlich von Polen, Türken und Schweden bei einem Treffen rund ums Europaparlament in Brüssel.

„Darauf hin habe ich gesagt: Das ist nicht Dresden!“ Auch gehandelt hat Dr. Jinah. Er war bei allen Demos gegen Pegida dabei. So wie er sonst als Vorsitzender des Ausländerrates Dresden an vielen Fronten Gesicht zeigt - um des lieben Friedens willen, um der Stadt willen.

Nur in der Neustadt fühlt er sich wirklich frei

Feierabendschluck beim Lieblings- Inder. Wenn es die Zeit zulässt, gönnt sich Hussein Jinah ein Weißbier im „Maharadscha“ auf der Kamenzer Straße.
Feierabendschluck beim Lieblings- Inder. Wenn es die Zeit zulässt, gönnt sich Hussein Jinah ein Weißbier im „Maharadscha“ auf der Kamenzer Straße.

Hussein Jinah bezeichnet sich als sehr geselligen Menschen.

Da passt es, dass er gern mal ein Weißbier trinkt. Oder einfach so durch die Neustadt bummelt, wo sich seiner Beobachtung nach „Menschen aller Hautfarben, Kleiderordnungen, Kulturen“ frei bewegen können. „Ich wünschte mir, andere Stadtteile wie Löbtau, Blasewitz und so weiter würden auch so.“

Die Lieblingsplätze sind der Alaunpark, wo er viel mit Luisa tobt, und das Restaurant Maharadscha auf der Kamenzer Straße.

Dr. Jinah arbeitet als freigestelltes Mitglied im Personalrat der Stadtverwaltung, Geschäftsbereich Kultur, Denkmalschutz, Jugendamt. Er ist also hauptamtlicher Personalvertreter. Ehrenamtlich wirkt er unter anderem als Vorstand des Sächsischen Flüchtlingsrates, des Afrikanisch-Europäischen Vereins (AFROPA) und des ver.di-Landesbezirksausschusses für Migration, SAT, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Auch bei der Bürgerbühne des Staatsschauspiels Dresden wirkt er mit und moderiert Veranstaltungen, zuletzt für das Jorge-Gomondai-Gedenken sowie zur Erinnerung an Marwa El-Sherbini. Er gehört dem Islam an. „Ich bin aber Ismaelit (eine schiitische Glaubensgemeinschaft). Wir sind sehr tolerant und moderat.“

Fotos: Norbert Neumann

ARD schmeißt "In aller Freundschaft" wochenlang aus Programm Top Tritt CSU bald in ganz Deutschland an? So viele würden sie wählen Neu "Wie ein toter Frosch": Baslers volle Breitseite gegen Mesut Özil Neu HSV soll slowenischen Nationalspieler auf dem Zettel haben Neu
Dänemark-Spieler legen für Privatjet zusammen: Der Grund ist winzig Neu Deshalb kann Bundesliga-Star auch in Russland nicht auf diesen Mann verzichten Neu Du sprichst TYPO3? Dann wirst Du in Frankfurt gebraucht! 2.362 Anzeige Bei diesem Hühnchen-Filet verging einer Familie nicht nur der Appetit Neu Kurz vor dem Urteil gegen Beate Zschäpe: Gab es nie ein NSU-Trio? Neu Stute wird auf Weide von Tierquäler zerschnitten Neu
Lässt sich die Afrikanische Schweinepest in Deutschland noch stoppen? Neu Klauen auf Bestellung: Internet-Userin überführt Fahrraddieb Neu Darsteller gesucht: Werde das Gesicht eines coolen Werbespots 13.676 Anzeige Gehts noch? Linksjugend ruft zum Deutschland-Fahnen-Klau auf Neu Frau will Kuh melken, kurz darauf muss sie ins Krankenhaus Neu Davon ist jeder Dritte Mensch in Deutschland betroffen 13.937 Anzeige Rätselhafter Autobahn-Hund noch immer eine Gefahr Neu Ekel-Fund am Flughafen: 22 Riesen-Spinnen im Gepäck entdeckt Neu Junge (8) zeigt Schwester (2) wie man aufräumt: Doch das geht gewaltig schief Neu Rapper Gzuz liest Kritik zu seinem Album und rastet komplett aus Neu Wie viel Tore schießt Deutschland? Für jeden Treffer gibt's bei Rewe was geschenkt 11.652 Anzeige Mädchen (7) auf offener Straße angeschossen: Verdächtiger nach SEK-Einsatz in Klinik 3.205 Happy Birthday, Alessio! Sarah Lombardi backt Mega-Torte 1.448 Leipziger Tramperin immer noch verschwunden, aber es gibt neue Spur 2.327 Braut sagt Hochzeit wenige Stunden vorher ab: Der Grund ist unfassbar 4.968 viele fahren in den Urlaub und vergessen das Wichtigste 2.233 Anzeige Kind (2) verschwindet nachts aus dem Haus und seine Eltern bemerken nichts 2.065 Gina-Lisa gesteht: Ekel trieb sie zum Schönheits-Chirurgen 3.166 Effenberg kickt Khedira und Özil aus DFB-Elf, stattdessen sollen diese zwei die Wende bringen 3.894 Schülerin (16) erschlagen: Polizei verhaftet Tatverdächtigen 6.915 Autonomes Fahren: Sachsen investiert Millionen in die Zukunftstechnik 427 Beliebter Ostsee-Vogelpark erlebt nach Schnee-Katastrophe unglaubliches Wunder 2.741 Autsch! Was ist Moderatorin Nova Meierhenrich denn hier passiert? 1.265 Es werden wieder Rosen verteilt! RTL zeigt nächste "Bachelorette"-Staffel im Juli 1.098 Feuer vor Heim, darin schlafen 20 Kinder! 283 Zwei Menschen mit Schrotflinte in Schweden erschossen 3.098 Feuerteufel am Werk? Großbrand hält Einsatzkräfte in Atem 492 Rapper auf offener Straße erschossen 3.479 Große Sorge um Ex-BTN-Star: Wie krank ist Anne Wünsche? 3.324 Bei Landeanflug: Flammen schlagen aus Team-Flugzeug von Saudi-Arabien 2.908 Letztes Plädoyer in NSU-Prozess: Verteidigerin von Zschäpe wieder fit 1.291 Wenn Ihr diese blau-grünen Säulen für Blitzer haltet, liegt ihr völlig falsch 3.864 "Ich habe permanent Schmerzen!" Setzt Vanessa Mai ihre Gesundheit aufs Spiel? 1.462 Verheiratete Lehrerin mit Schüler (17) beim Sex von seiner Mutter erwischt 4.108 George Clooney ist raus: Sandra Bullock übernimmt 2.550 Eintracht-Anhänger dreht durch, dann bangen Kölner Fans um ihr Leben 4.427 Einschusslöcher! Wurde Berliner Café Opfer von Angriffen? 316 Exotische Mückenarten in Deutschland: Sie können Viren übertragen 2.433 Darum nennt sich Robert Lewandowski manchmal Emil 711 Mann erschießt Ehefrau, deren Vater und sich selbst vor eigenem Kind 2.398 Nach antisemitischer Prügelattacke: Schläger (19) gesteht vor Gericht 986 Update