Droht Galeria die Eskalation? Betriebsrat fordert Antworten von millionenschweren Bossen

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Von Christian Rothenberg

Düsseldorf - Im Hause Galeria verschärft sich die Lage hinter den Kulissen! Der Gesamtbetriebsrat des Unternehmens hat nun die Unternehmensführung aufgefordert, endlich Stellung zur aktuellen Situation zu beziehen.

Die Belegschaft von Galeria fordert Klarheit und will sich Infos ums Unternehmen nicht mehr aus der Presse ziehen.
Die Belegschaft von Galeria fordert Klarheit und will sich Infos ums Unternehmen nicht mehr aus der Presse ziehen.  © Sebastian Gollnow/dpa

"Es reicht, die Belegschaft fordert Klarheit! Wir haben ein Recht darauf", steht in einem Flugblatt, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Mehrere Vermieter von Galeria beklagen, dass die Mietzahlungen für April ausgeblieben seien. In einigen Fällen soll das Warenhausunternehmen zudem um eine Stundung von Mietzahlungen gebeten haben. Galeria wollte dies auf Nachfrage nicht kommentieren. 

In dem an die Beschäftigten gerichteten Schreiben des Gesamtbetriebsrats heißt es: "Wir können die bei euch auftretende Verunsicherung aufgrund der aktuellen Presse verstehen. Auch wir haben zu diesem Thema keinerlei Informationen."

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Die Mitarbeitervertretung verlangt von der Geschäftsführung eine Erklärung, "uns und allen Kolleginnen und Kollegen wahrheitsgemäß darzustellen, wo unser Unternehmen steht. Es kann nicht sein, dass wir unsere Informationen aus der Presse einholen müssen." 

Galeria betreibt 83 Warenhäuser in Deutschland und beschäftigt rund 12.000 Menschen. Die Kette musste Anfang 2024 erneut Insolvenz anmelden. Gründe waren die finanzielle Schieflage des damaligen Mutterkonzerns Signa sowie hohe Mietkosten.

Neun Häuser wurden im Sommer 2024 geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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