Ex-Milliardär Benko wegen Millionen-Betrugs verurteilt: Das erwartet ihn jetzt

Von Albert Otti

Innsbruck (Österreich) - Der österreichische Immobilienunternehmer René Benko (49) ist in einem neuen Verfahren wegen schweren Betrugs verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der Gründer der Signa-Gruppe einen Investor um fünf Millionen Euro geschädigt hatte, wie die Zeitung "Der Standard" berichtete. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

René Benko (49) wandert länger ins Gefängnis.  © Wolfgang Eder/APA/dpa

Der Ex-Milliardär erhielt laut "Standard" und der österreichischen Nachrichtenagentur APA eine Zusatzstrafe von zwei Jahren. Damit wird eine bisherige Strafe von zweieinhalb Jahren Haft ausgeweitet, die in einem vorangegangenen Prozess wegen Schädigung von Gläubigern verhängt worden war.

Das Gericht folgte der Darstellung der Anklage, wonach Benko die Privatstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner betrogen hat, indem er dem Investor eine "wahrheitswidrige Garantie" zur Begleichung der Millionensumme gegeben habe. Der Gründer der Immobilien- und Handelsgruppe Signa und der Ex-Chef des Baukonzerns Strabag waren jahrelang geschäftlich eng verbunden.

Aus Sicht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) brauchte Benko das Geld Anfang November 2023 dringend für die Sporthandelstochter Sportscheck.

Wirtschaft Job-Kahlschlag bei Auto-Zulieferer: Fünf Werke machen dicht

Nur die Garantieerklärung Benkos habe die Privatstiftung Haselsteiners veranlasst, eine Millionensumme zuzuschießen. Die Garantieerklärung habe rein zur Täuschung gedient, und Benko habe nie ernsthaft vorgehabt, Haselsteiner das Geld zurückzuzahlen, argumentierte die Oberstaatsanwältin.

Anzeige

Der 49-jährige Angeklagte wies die Vorwürfe zurück. Haselsteiner betonte hingegen als Zeuge die Bedeutung der Garantie. Er sei um fünf Millionen Euro gebeten worden - und er hätte sie nicht ohne die Zusage Benkos zur Verfügung gestellt, erklärte er.

Mehr zum Thema Wirtschaft: