Mehr als 100 Filialen in Deutschland: Modekette meldet Insolvenz an
Lübbecke - Eine deutsche Modekette steckt in finanziellen Schwierigkeiten und muss Insolvenz anmelden. "Liberty Woman" hat am Donnerstag Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt, berichtet die Neue Westfälische (NW).
Betroffen ist die Liberty Damenmoden GmbH, die ihren Sitz im nordrhein-westfälischen Lübbecke hat und die deutschlandweit mehr als 100 Filialen mit der Eigenmarke "Liberty Woman" betreibt.
Das Unternehmen hat rund 600 Angestellte. Als Gründe für die Schieflage nennt das Unternehmen laut NW "die herausfordernde Marktsituation im Modehandel, rückläufige Kundenfrequenzen und eine saisonal, primär wetterbedingt aktuell unterdurchschnittliche Nachfrage nach Herbst- und Wintermode".
Von einer Filial-Schließung ist bei Liberty nicht die Rede.
Während der Sanierung sollen die Läden geöffnet bleiben, auch der Onlineshop ist weiterhin erreichbar.
Durch die Neuausrichtung möchte man sich mehr an Nachfrage und Kundenbedürfnissen ausrichten, dabei die digitale Transformation nicht vernachlässigen.
"Unser Ziel ist es, Liberty Woman mit einem überzeugenden Sortiment, hoher Kundennähe und wirtschaftlich tragfähigen Strukturen neu aufzustellen", kommentierte Oliver Lübbenjans in einer Mitteilung des Unternehmens, die der Neuen Westfälischen vorliegt.
Liberty Woman ist auf Damenmode im Mittelpreissegment spezialisiert und will auch in Zukunft auf den Faktor persönliche Beratung Wert legen.
Dazu passt, dass auf der Webseite des Unternehmens auch weiterhin Verkäuferinnen gesucht werden.
Titelfoto: TAG24
