Nach Ärger mit Kanye West: Adidas muss mit Mega-Verlust rechnen

Herzogenaurach - Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas schließt für dieses Jahr nicht aus, in die Verlustzone zu kommen.

Das Betriebsergebnis des Sportartikelhersteller Adidas könnte ins Minus rutschen.
Das Betriebsergebnis des Sportartikelhersteller Adidas könnte ins Minus rutschen.  © Christophe Gateau/dpa

Das Betriebsergebnis könne mit bis zu 700 Millionen Euro ins Negative rutschen, sollte der Umsatz mit Yeezy-Produkten, die in Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Rapper Kanye West (45) entstanden waren, komplett wegfallen und abgeschrieben werden müssen, teilte Adidas am Donnerstag mit.

Die Yeezy-Reihe trug 1,2 Milliarden Euro zum Umsatz und 500 Millionen Euro zum Betriebsergebnis bei. Wenn dieses Geschäft wegfällt, erwartet der Konzern aus dem fränkischen Herzogenaurach ein Betriebsergebnis von plus/minus null.

Sollte man unwiderruflich beschließen, den Bestand an Yeezy-Produkten nicht mehr zu verwenden, würde dies die Abschreibung nach sich ziehen und das Ergebnis um weitere 500 Millionen Euro schmälern. Zudem gäbe es dann einmalige Kosten bis zu 200 Millionen Euro.

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"Die Zahlen sprechen für sich selbst. Wir sind derzeit nicht so leistungsfähig, wie wir sein sollten", erklärte Bjørn Gulden (57), Vorstandsvorsitzender von Adidas.

Rapper Kanye West (45) entwarf für Adidas verschiedene Schuhe. Wenn deren Verkauf nun ausbleibt, drohen Verluste.
Rapper Kanye West (45) entwarf für Adidas verschiedene Schuhe. Wenn deren Verkauf nun ausbleibt, drohen Verluste.  © Evan Agostini/Invision/AP/dpa

Adidas kündigte die Zusammenarbeit mit dem Musiker und Modedesigner West auf, nachdem sich dieser wiederholt antisemitisch geäußert hatte.

Titelfoto: Bildmontage: Christophe Gateau/dpa, Evan Agostini/Invision/AP/dpa

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