Insolvenz! Deutscher Solar-Riese vor dem Aus - 340 Mitarbeiter bald ohne Job?

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Leipzig/Taucha - Eine der führenden deutschen Firmen für Solaranlagen steht vor dem Aus: Energiekonzepte Deutschland (EKD) mit Sitz in Leipzig muss Berichten zufolge Insolvenz anmelden. Betroffen sind rund 340 Mitarbeiter.

Energiekonzepte Deutschland (EKD) muss Insolvenz anmelden.
Energiekonzepte Deutschland (EKD) muss Insolvenz anmelden.  © Daniel Große

Zuerst berichtete bereits am Mittwoch das Nachrichtenmagazin Taucha kompakt über die bevorstehende Insolvenz des Solar-Riesen, der laut Handelsblatt hinter Enpal und Eon als die Nummer 3 am deutschen Markt gehandelt wurde.

Doch auf den rasanten Aufstieg des erst 2018 gegründeten Unternehmens folgte nun offenbar der tiefe Fall.

Die Investmentgesellschaft Pemberton Asset Management, die die EKD 2025 übernommen hatte und die Sanierung unterstützen wollte, bestätigte Taucha kompakt, dass man der EKD Holding kein Geld mehr zur Verfügung stellen werde. Die sei der Führungsebene schon vergangenen Freitag mitgeteilt worden.

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Zuvor soll sich die Unterstützung seit der Übernahme auf fünf Millionen Euro pro Monat belaufen haben. Gleichzeitig habe der Investor ein tragfähiges Konzept verlangt, das aber wohl nie vorgelegt wurde.

"Angesichts des anhaltenden, starken Marktrückgangs wurde kürzlich deutlich, dass das Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig ist", sagte ein Sprecher gegenüber dem Nachrichtenmagazin aus Taucha.

Christian Arnold, CEO des Unternehmens.
Christian Arnold, CEO des Unternehmens.  © Energiekonzepte Deutschland

Wie geht es für die rund 340 Angestellten weiter?

Tausende Solaranlagen installierte die Firma, bevor nun das Aus droht.
Tausende Solaranlagen installierte die Firma, bevor nun das Aus droht.  © Energiekonzepte Deutschland

Wurde EKD vor drei Jahren noch hoch gehandelt im Solar-Business - man installierte in all den Jahren insgesamt rund 45.000 Solaranlagen in Deutschland -, fuhr das Unternehmen 2024 bereits einen Verlust von mehr als 40 Millionen Euro ein.

Die 340 betroffenen Angestellten sollen am Mittwoch im Rahmen einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung über die Insolvenz informiert worden sein. Deren Gehälter für September seien vorerst gesichert, wie es weitergeht, sei aber unklar.

Schon im vergangenen Jahr war die EKD in die Schlagzeilen geraten, nachdem man überraschend 86 Mitarbeitern gekündigt hatte. Dass dies aus wirtschaftlichen Gründen geschah, wurde angezweifelt.

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Vielmehr hätten die Beschäftigten Berichten zufolge einen Betriebsrat gründen wollen, was so unterbunden werden sollte. EKD stritt die Vorwürfe vehement ab.

TAG24 bat das Unternehmen hinsichtlich des Insolvenzverfahrens um eine Stellungnahme - eine Antwort steht aktuell noch aus.

Titelfoto: Energiekonzepte Deutschland

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