Verschwundener Alibaba-Gründer Jack Ma wieder aufgetaucht

Hongkong - Seit Ende letzten Jahres war Milliardär Jack Ma (57) aus dem Sichtfeld der Öffentlichkeit verschwunden. Nun ist der Alibaba-Gründer wieder aufgetaucht.

Seit einer kritischen Rede im Oktober letzten Jahres war Alibaba-Gründer Jack Ma (57) plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.
Seit einer kritischen Rede im Oktober letzten Jahres war Alibaba-Gründer Jack Ma (57) plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.  © Natacha Pisarenko/AP/dpa

Nachdem er im Oktober 2020 Chinas kommunistische Partei in einer vielbeachteten Rede in Shanghai kritisierte, wurde es schlagartig still um Jack Ma.

Manche Beobachter befürchteten bereits, dass der frühere Englischlehrer irgendwo gegen seinen Willen festgehalten und möglicherweise verhört werden könnte.

Wie Gulf News Asia berichtet, ist der Geschäftsmann nun jedoch überraschend wieder in Hongkong aufgetaucht.

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In der Metropole soll er sich in den letzten Tagen weitestgehend unauffällig mit potenziellen Geschäftspartnern getroffen haben.

Jack Ma gilt als Chinas E-Commerce-Pionier und als einer der reichsten Männer der Welt, weshalb die Partei ihn stets im Blick behält.

Dass zwischenzeitlich jede Spur von ihm fehlte, wirkte sich auch negativ auf den Aktienkurs des Amazon-Kontrahenten Alibaba aus.

Lediglich im Januar war Jack Ma per Video im Gespräch mit einer Gruppe von Lehrern zu sehen - sowie einmal im Mai, als er sich auf dem Hangzhou-Campus von Alibaba während der jährlichen Mitarbeiter- und Familienveranstaltung "Ali Day" blicken ließ.

Im April wurde der E-Commerce-Gigant wegen Monopolverletzungen von den Regulierungsbehörden mit einer Rekordstrafe von heftigen 2,75 Milliarden US-Dollar belegt.

Seitdem ist Alibaba sichtlich darum bemüht, der chinesischen Partei stärker entgegenzukommen. So versprach der Konzern im September, er werde bis 2025 100 Milliarden Yuan (15,5 Milliarden US-Dollar) in die Unterstützung des "gemeinsamen Wohlstands" investieren - was Präsident Xi Jinpings (68) angekündigter Umverteilung von oben nach unten sehr zugutekommen dürfte.

Titelfoto: Natacha Pisarenko/AP/dpa

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