10-Jährige trampelt Baby zu Tode! Die Hintergründe sind tragisch

Chippewa Falls - Ein zehnjähriges Mädchen aus Chippewa Falls, im US-Bundesstaat Wisconsin, hat ein Baby zu Tode getrampelt. Die Mutter des Mädchens spricht von einem Unfall.

Vater Nate mit seinem Sohn Jaxon, kurz bevor sein Junge starb.
Vater Nate mit seinem Sohn Jaxon, kurz bevor sein Junge starb.  © Screenshot, Facebook Nate Liedl

Das inzwischen elfjährige Mädchen wurde wegen Mordes ersten Grades angeklagt. Sie gehört somit zu den jüngsten, jemals nach Erwachsenenstrafrecht angeklagten Kindern in der Geschichte.

Sie war gerade einmal zehn Jahre alt, als sie den Säugling Jaxon Liedl im Oktober 2018 in einer Kindertagesstätte in Chippewa Falls getötet haben soll.

Der sechs Monate alte Junge soll sich dort den Kopf gestoßen haben und anschließend angefangen haben zu weinen. Nach Aussage ihrer Mutter, war das Mädchen mit der Situation so überfordert, dass es sich nicht zu helfen wusste und letztlich von Panik getrieben auf das Baby eingetreten haben soll.

Wie die britische "Sun" berichtet, verletzte sie Jaxon dabei so schwer, dass dieser zwei Tage später im Krankenhaus verstarb.

Die Mutter des Mädchens versucht nun, die Tat ihrer Tochter zu erklären und zu beweisen, dass es sich hierbei um einen Unfall handele. "Es ist nicht möglich, dass es absichtlich passiert ist", so die Frau, die auf die Frage, wie das Mädchen über den Vorfall spricht, antwortet: "Sie sagt nur, dass es ein Unfall war - und das glaube ich ihr!"

Weiterhin fügt sie an, dass man ebenfalls beachten sollte, dass ein so junges Mädchen Geschehnisse anders verarbeitet und wahrnimmt, als es ein Erwachsener tun würde. Das Mädchen leide zudem an einer psychischen Krankheit.

Ist eine psychische Krankheit die Ursache?

In dieser Einrichtung befindet sich das Mädchen aktuell.
In dieser Einrichtung befindet sich das Mädchen aktuell.  © Screenshot/Twitter Covensure Brokerage

Besonders tragisch daran: Die Familie des Mädchens habe zuvor mehrfach versucht, eine Behandlung für ihre Tochter zu bekommen, wurde jedoch immer abgewiesen mit dem Hinweis, sie wäre noch zu jung.

Nur aus diesem Grund habe man das Kind in einem von der Provinz Chippewa Falls lizensierten Programm in ebenjener Kita geschickt.

"Hätte meine Tochter die Hilfe bekommen, die sie benötigte, wäre sie nie dort gewesen und der Unfall wäre nie passiert", so die Mutter verzweifelt.

Der Vater des verstorbenen Säuglings hingegen sieht das Ganze anders. Für ihn ist das Mädchen eine "Kriminelle". Sie habe es verdient bestraft zu werden. "Sie gehört in Handschellen."

Die Elfjährige ist momentan im Winnebago Mental Health Institute untergebracht. Die Einrichtung ist vier Stunden von ihrem zu Hause entfernt. Der Fall ruht aktuell - zumindest so lange, bis das Mädchen die Umstände begreift, in denen es sich befindet.

Momentan wird ihr nicht zugetraut, an den Verhandlungen teilzunehmen. Die nächste Verhandlung ist jedoch zunächst auf den 6. Oktober datiert.


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