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Kliniken haben Probleme mit immer mehr Dicken!

Sachsen - Die Gesellschaft wird immer dicker. Das hat auch Auswirkungen auf Sachsens Krankenhäuser. Wie geht man mit Patienten um, die so schwer sind, dass sie kaum auf einen normalen OP-Tisch passen? Ein MOPO-Report.
Prof. Dr. Tobias Lohmann bei der Visite. Patientin Martina ließ sich den Magen verkleinern.
Prof. Dr. Tobias Lohmann bei der Visite. Patientin Martina ließ sich den Magen verkleinern.

Von Pia Lucchesi

Dresden - Skalpell statt Schmerzen: Martina (60) ließ sich im Städtischen Klinikum Dresden Neustadt den Magen verkleinern. Die Operation ist ihre letzte Hoffnung auf ein unbeschwertes Leben.

Die stark übergewichtige Dresdnerin wird in Sachsens erstem zertifizierten Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie vom Ärzte-Team um Prof. Dr. Tobias Lohmann (54) betreut.

Der Chefarzt mahnt und warnt: Rund 200.000 Männer und Frauen leiden in Sachsen unter krankhaftem Übergewicht. Tendenz steigend.

Die medizinische Betreuung der XXL-Patienten gehört zu den größten Herausforderungen der Zukunft.

Der Arzt, dem die XXL-Patienten vertrauen: Prof. Dr. Tobias Lohmann vom Städtischen Klinikum Dresden Neustadt.
Der Arzt, dem die XXL-Patienten vertrauen: Prof. Dr. Tobias Lohmann vom Städtischen Klinikum Dresden Neustadt.

Prof. Tobias Lohmann (54) beschäftigt das „Massen“-Phänomen seit Jahren. Der ärztliche Direktor und Chefarzt Innere Medizin wird bei seiner Arbeit im Städtischen Klinikum Dresden-Neustadt täglich damit konfrontiert.

Er weiß: Je höher das Übergewicht, desto kleiner sind die Erfolgschancen von Diäten oder Molly-Sportkurse. Schlagen alle konservativen Behandlungen nicht an, ist eine Magen-Operation für die pfundigen Patienten die letzte Chance auf ein normales Leben. „Bei diesen Eingriffen legen wir den meisten Patienten einen Magen-Bypass oder einen Schlauchmagen“, erklärt Prof. Lohmann.

Etwa 120 solcher Eingriffe führt die Klinik im Jahr durch. Ohne Schwerlast-Spezial-Ausrüstung im Operationssaal (Tisch) oder auf Station (Betten, Rollstühle, Toiletten) wäre das nicht möglich.

300 Kilogramm wog der bisher gewichtigste Patient. Theoretisch könnte man sich im Zentrum auch um einen 500 Kilogramm schweren „Fall“ kümmern.

Dieter Hornig (60) bringt 167 Kilogramm auf die Waage. Schwester Katrin Giebler (49) braucht einen Schwerlast-Rollstuhl, um ihn zu einer Behandlung im Krankenhaus zu bringen.
Dieter Hornig (60) bringt 167 Kilogramm auf die Waage. Schwester Katrin Giebler (49) braucht einen Schwerlast-Rollstuhl, um ihn zu einer Behandlung im Krankenhaus zu bringen.

Zeit für die Visite. Prof. Lohmann steht am Bett der Patientin Martina (60), die tags zuvor operiert wurde. Den größten Teil ihres Magens haben die Ärzte entfernt.

Jetzt besitzt die Dresdnerin nur noch einen schlauchförmigen Restmagen. Der kann nur wenig auf einmal essen, ist schnell satt. „Ich fühle mich gut, Herr Professor“, sagt Martina schwach lächelnd. Und fügt hinzu: „Ich bin froh, dass ich nach drei Jahren endlich den Mut hatte, die OP machen zu lassen.“

Die Pädagogin erzählt aus ihrem Leben: „Ich war nie eine Elfe, aß immer gern.“ Sie gibt Bewegungsmangel und Bequemlichkeit die Schuld an ihrem Übergewicht. Als sie vor einem Jahr aufhörte zu rauchen, schnellte ihr Gewicht nochmals in die Höhe. Vor der OP brachte die 1,67 Meter große Frau 117 Kilogramm auf die Waage.

Prof. Tobias Lohmann (54) bespricht mit ihr die nächsten Behandlungsschritte. Eine Woche wird sie im Krankenhaus bleiben. Bald kann sie wieder essen - zuerst Suppe und Joghurt. Der Internist: „Im ersten Jahr nach der OP nehmen die Patienten im Schnitt 50 Kilogramm ab.“

Martina weiß das - und freut sich drauf. „Das schaffe ich auch. Meine Familie steht hinter mir.“ Dann schweift ihr Blick hinaus aus dem Fenster und hinüber zum Park. Nachdenklich sagt sie dann: „Ich muss es schaffen. Sonst sind meine Tage hier auf der Erde wohl bald gezählt...“

Fett hat Folgen

Wenn die Waage immer mehr anzeigt, hilft manchmal nur noch eine Operation.
Wenn die Waage immer mehr anzeigt, hilft manchmal nur noch eine Operation.

Ein bisschen Hüftgold, ein kleiner Schwimmring, etwas Baby-Speck - wie hoch ist Ihr persönliches Risiko?

Der Body-Maß-Index gibt Auskunft darüber. Er ist ganz leicht zu errechnen: Einfach das Körpergewicht in Kilo durch das Quadrat der Körpergröße in Metern teilen. Als krankhaft übergewichtig gelten Menschen mit einem BMI jenseits von 40.

Wer einen BMI von 30 oder höher hat, sollte sich regelmäßig vom Hausarzt checken lassen. Übergewicht steigert das Risiko für Herzerkrankungen, für Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Schlafapnoe und einige Arten von Krebs. Allen voran Darmkrebs. Es fördert die Bildung von Gallensteinen, einer Fettleber und von Gelenkschäden.

Für viele am quälendsten ist aber das seelische Leid: Vom „lustigen Dicken“ ins soziale Abseits ist es oft ein ganz kurzer Weg.

Ein kleinerer Magen ist schneller satt

Chirurgin Dr. Miriam Dressler (50). Spezialisiert auf Magen-OPs.
Chirurgin Dr. Miriam Dressler (50). Spezialisiert auf Magen-OPs.

„Die Operationen sind nicht ohne Risiko. Unsere Erfolgsrate liegt bei über 80 Prozent“, erklärt Prof. Tobias Lohmann. Nach zwei Jahren liegt der Body-Mass-Index (BMI) der Patienten dann um 30. Nach dem Eingriff müssen lebenslang Spurenelemente eingenommen werden (Kosten pro Monat: bis zu 30 Euro). Die Kassen bezahlen die Operationen - aber nur nach Einzelfallprüfung.

Magenoperationen zur Heilung von krankhaftem Übergewicht hat erst die „Schlüsselloch“-Chirurgie möglich gemacht. In Sachsen haben sich neben dem Klinikum Dresden-Neustadt noch die Uniklinik Leipzig und das Adipositaszentrum Freital darauf spezialisiert. Die gängigsten Methoden für Eingriffe sind dabei Magen-Bypass und Schlauchmagen.

Beim Magen-Bypass wird der Magen durch eine Naht zweigeteilt - in eine kleine Magentasche und den größeren Restmagen. Die Magentasche kann nur wenig Nahrung aufnehmen. Das Gehirn erhält so fix das Signal „satt“. Eine Dünndarm-Umleitung sorgt dafür, dass viele Nährstoffe und Kalorien unverdaut ausgeschieden werden.

Beim Schlauchmagen wird der größte Teil des Magens entfernt. Der Restmagen bekommt eine Schlauch-Form.

Fotos: Holm Helis, imago/imagebroker

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