Aktenzeichen XY: Frau erkennt brutalen Killer im TV wieder

Kriminalhauptkommissar Franz Wirges (m.) „Der Täter hat eine absolut verrohte Persönlichkeit”.
Kriminalhauptkommissar Franz Wirges (m.) „Der Täter hat eine absolut verrohte Persönlichkeit”.  © Screenshot/ZDF Mediathek

Mainz/Velbert - Am Mittwochabend könnte der Mann entlarvt worden sein, der vor fast 40-Jahren mindestens eine Teenagerin in Nordrhein-Westfalen vergewaltigte, ermordete und zerstückelte. Eine Frau sah das Phantombild - und wusste sofort, wer darauf zu erkennen ist.

Es war der 23. Mai 1978, als die 17-jährige Regina Neudorf mit ihrer Freundin eine Disco im Nachbarort Velbert besucht. Als die beiden Mädchen in Streit geraten, beschließt die junge Frau zu Fuß nach Hause zu laufen. Doch dort kommt sie nie an.

Am nächsten Tag findet ein Reiter ihre Leiche: Zerstückelt in einem Waldstück.

An ihren Körperteilen befand sich Sägemehl und Tierblut. Alles deutet darauf hin, dass der Täter nicht zum ersten Mal einen Körper zerteilt. Es könnte sich um einen Metzger oder Schlachter handeln, so die Vermutungen der Beamten. Um die 300 Fleischer im Umkreis wurden überprüft - ohne Erfolg.

Fünf Jahre später war Ulrike Hingkeldey zu Fuß an einer Straße unterwegs, wollte per Anhalter zu ihren Eltern fahren. Ein anderer Tramper beobachtete, zu wem die Studentin ins Auto stieg. Am nächsten Tag wurde ihre Leiche gefunden.

Nach diesem Mann wird seit fast 40 Jahren gesucht. Eine Anruferin nannte nun einen Namen.
Nach diesem Mann wird seit fast 40 Jahren gesucht. Eine Anruferin nannte nun einen Namen.  © Screenshot ZDF Mediathek

Mithilfe der Zeugenaussage des Anhalters gelang es der Polizei damals, ein Phantombild zu erstellen.

Es zeigt einen Mann mit Schnauzer und blonden Locken, der inzwischen rund 60 Jahre alt sein dürfte. Damals soll er einen roten oder rotbraunen Sportwagen gefahren haben.

In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" wurden beide Fälle am Mittwochabend neu aufgerollt. Das liegt vor allem daran, dass die beiden Mädchen wahrscheinlich von ein und demselben Serienkiller getötet wurden. Rund 30 Jahre nach den Morden fand man an den Leichen die gleiche DNA-Spur.

Kriminalhauptkommissar Franz Wirges: „Der Täter hat eine absolut verrohte Persönlichkeit”.

Ein entscheidender Anruf könnte diesen nun, nach 38 Jahren überführen. Denn unter den 30 Hinweisen, die während der Sendezeit abgegeben wurden, war auch die Aussage einer Frau aus NRW.

Sie behauptete, den Mann auf dem Phantombild zu kennen: Er sei Metzger gewesen, fuhr in den Achtzigern einen Sportwagen und sei brutal und skrupellos gewesen. Dann nannte sie seinen Namen.

Wird der Fall nun, nach fast 40 Jahren, endlich gelöst? Die Familien der beiden jungen Frauen, die viel zu früh sterben mussten, könnten vielleicht endlich Ruhe finden.


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